Rheinland-Pfalz & SaarlandDrei Buchstaben, zig Aufgaben - Was SGD Nord und Süd machen

Diese Landesbehörden mit Hauptsitzen in Koblenz und Neustadt/Weinstraße kümmern sich um Hochwasserschutz sowie Gewerbeaufsicht und vieles mehr. Einige Aufgaben kamen vor nicht allzu langer Zeit dazu.
Koblenz/Neustadt (dpa/lrs) - Mit der Buchstaben-Kombination SGD dürften sogar zahlreiche Menschen aus Rheinland-Pfalz wenig anfangen können. Sie steht für Struktur- und Genehmigungsdirektion. Zwei davon gibt es in Rheinland-Pfalz, eine mit ihrem Hauptsitz in Koblenz für den Norden des Landes und eine in Neustadt/Weinstraße für den Süden. Beide haben außerdem noch mehrere Regionalstellen.
Die SGD Nord und die SGD Süd sind Obere Landesbehörden, stehen praktisch zwischen Ministerien und Kommunalverwaltungen. Zuständig sind sie für eine ganze Reihe an Aufgaben: Sie vereinen Gewerbeaufsicht, Wasser- und Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Raumordnung, Landesplanung, Naturschutz und Bauwesen, bieten auch Servicestellen für Unternehmer und Existenzgründer.
Von Hochwasserschutz bis zu Windrädern
Zur Gewerbeaufsicht gehören etwa Kontrollen zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben beim Arbeits- oder Immissionsschutz. In den Abteilungen für Wasserwirtschaft geht es unter anderem um Hochwasserschutz und -vorsorge. Als Obere Naturschutzbehörden weisen die Häuser auch Naturschutzgebiete aus und stellen Landschaftsrahmenpläne auf.
Noch gar nicht lange kümmern sie sich um Genehmigungsverfahren für Windräder. Die waren einst in der Zuständigkeit der kreisfreien Städte oder Landkreise, dann beschloss die inzwischen abgewählte Ampel-Regierung, dies bei den übergeordneten Struktur- und Genehmigungsdirektionen anzusiedeln. Ziel des Schrittes war, den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen.
Und noch etwas kam kürzlich hinzu: Zulassungen für Betriebe für erst seit kurzem in Rheinland-Pfalz mögliche Flussbestattungen.