Rheinland-Pfalz & SaarlandGedenkgottesdienst für toten Soldaten

Nach dem tödlichen Unfall eines Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Baumholder trauern Angehörige und Kameraden. Weswegen wird ermittelt?
Idar-Oberstein (dpa/lrs) - Nach dem Tod eines Berufssoldaten auf dem Truppenübungsplatz Baumholder sind Bundeswehrangehörige und Familie zu einem Gedenkgottesdienst zusammengekommen. "Die Anteilnahme war groß", sagte ein Sprecher der Artillerieschule Idar-Oberstein. "Im Moment sind alle noch unter Schockstarre."
Der 62 Jahre als Soldat war am Dienstagnachmittag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er sei von einem Militärfahrzeug überrollt worden, das zuvor unbesetzt abgestellt worden war, teilte die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach mit. Der genaue Unfallhergang stehe noch nicht fest.
Es werde wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Dabei werde auch geprüft, ob der Geländewagen beim Abstellen ordnungsgemäß gesichert wurde, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.
Ein technisches Gutachten sei in Auftrag gegeben worden. Zudem wurde demnach eine Obduktion beantragt. Der Offizier war bei dem Unfall so schwer verletzt worden, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Ganzer Bundeswehr-Standort betroffen
Der Soldat, der im Zuge einer Ausbildung vor Ort gewesen war, gehörte zur Artillerieschule Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld). Zur Schule zählen rund 350 Mitarbeitende, darunter 50 Zivilangestellte, wie der Sprecher sagte.
Das Unglück mache den kompletten Standort betroffen: In Idar-Oberstein ist auch das Artillerielehrbataillon 345 mit rund 600 Soldaten stationiert. Hinzu komme das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, das unter anderem den Truppenübungsplatz Baumholder betreut.
Idar-Oberstein ist die zentrale Ausbildungsstätte der Bundeswehr für die Artillerietruppen. Die 1956 gegründete Einrichtung bildet Offiziere, Anwärter und Unteroffiziere in verschiedenen Lehrgängen aus. "Wir haben das ganze Jahr über fortlaufend Lehrgangsteilnehmer."