Berlin & BrandenburgWaldbrandgefahr steigt am Sonntag auch in Berlin

Wälder sind auch bei Hitzewellen schattige und kühlere Orte. Bei steigender Waldbrandgefahr sollte man sich dort umsichtig verhalten.
Berlin (dpa/bb) - Auch in Berlin steigt die Waldbrandgefahr voraussichtlich am Wochenende. Für Sonntag geht der Deutsche Wetterdienst (DWD) von einer Gefahr der Stufe fünf von fünf für Berlin-Buch aus, wie aus dem Waldbrandgefahrenindex des DWD hervorgeht. Für die Stationen in Marzahn und Tempelhof gilt am Sonntag voraussichtlich die Stufe vier, für Dahlem die Stufe drei. Stufe fünf bedeutet "sehr hohe Gefahr", Stufe vier bedeutet "hohe Gefahr". Bei Stufe drei spricht man von einer "mittleren Gefahr".
Die Berliner Forsten weisen darauf hin, dass Brandursachen fast immer menschlich und durch Fehlverhalten ausgelöst seien. "Der Wald fängt niemals von alleine an zu brennen", sagte Peter Harbauer, Leiter der Information und Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Forsten. Waldbesucher sollten auf das Rauchen und jegliche Art von Feuer verzichten. Rauchentwicklung und Brände sollten sofort über den Notruf gemeldet werden. Außerdem sei es wichtig, Rettungswege und Waldeinfahrten freizuhalten.
Auch Wildtiere benötigen bei diesen Temperaturen Ruhe
Zum Schutz von Wildtieren empfiehlt Harbauer auch, Hunde an der Leine zu führen und auf den Wegen zu bleiben. Wildtiere benötigten bei diesen Temperaturen Ruhe. "Tiere und Insekten reduzieren ihren Bewegungsradius, ruhen länger und verschieben ihre Aktivitäten in die kühleren Nachtstunden."
Grundsätzlich stünden die Wälder jedem zur Erholung offen, betonte Harbauer. Im Wald sei es 3 bis 5 Grad kühler als außerhalb, das Blätterdach reduziere auch die Verdunstung.
Wälder leiden unter Auswirkungen der Klimakrise
Zeitlich überschaubare Hitzeperioden hätten auf die Wälder eher geringe Auswirkungen, sagte Harbauer. Generell litten die Wälder aber unter den Auswirkungen der Klimakrise, also anhaltender Trockenheit, Zunahme von Stürmen oder Starkregen und auch unter der zunehmenden Zahl von Sonnenstunden und der damit einhergehenden höheren Verdunstung. Seit 2018 habe es fast nur Dürrejahre gegeben.