Rheinland-Pfalz & SaarlandGewerkschaft ruft zu Warnstreik an Bildungseinrichtungen auf

Mindestens 300 Euro mehr Gehalt im Monat - die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat Beschäftigte im öffentlichen Dienst an Bildungseinrichtungen und Hochschulen zum Warnstreik aufgerufen.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen Menschen im Saarland heute mit Einschränkungen an Schulen und Hochschulen rechnen. "Ganze Schulstandorte werden aber sicher nicht geschlossen werden müssen", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Max Hewer. Die GEW hat Landesbeschäftigte an Bildungseinrichtungen und Hochschulen zum Arbeitskampf aufgerufen. Ab 9.30 Uhr sammle man sich für eine gemeinsame Aktion in Saarbrücken.
Zum Bereich der Bildungsgewerkschaft GEW gehören laut eigener Aussage angestellte Lehrkräfte, Sprachförderlehrkräfte, Lehrwerkmeisterinnen an beruflichen Schulen, pädagogische Fachkräfte an Schulen und das wissenschaftliche Personal an den Hochschulen. Die Einschränkungen im Schul- und Hochschulbetrieb werden sich laut Hewer in Grenzen halten - immerhin seien mehr als 90 Prozent der Lehrer im Saarland verbeamtet. Nur für einzelne Klassen oder Kurse könne dort der Unterricht bzw. die Lehre ausfallen.
Mindestens 300 Euro mehr
Man wolle gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften des öffentlichen Diensts durch eine Demonstration und eine Kundgebung in Saarbrücken "Unmut über die Blockadehaltung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde laut artikulieren", heißt es in einer Mitteilung. Die Gewerkschaften wollen sieben Prozent und monatlich mindestens 300 Euro Gehaltserhöhung, der Tarifvertrag soll ein Jahr laufen. Eine weitere Forderung: Im Vorbereitungsdienst soll die Vergütung um 200 Euro pro Monat steigen.
Höhere Gehälter als Maßnahme gegen Fachkräftemangel
"Einerseits haben die Beschäftigten aus den vergangenen Jahren durch die Inflation einen großen Nachholbedarf beim Gehalt. Andererseits sind gute Gehälter eine Voraussetzung, um dem Fachkräftemangel im Bildungsbereich zu begegnen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Max Hewer laut Mitteilung.