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Rheinland-Pfalz & SaarlandGrüne: Schwarz-Rot gibt Ökolandbau auf

01.08.2026, 03:32 Uhr
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(Foto: Armin Weigel/dpa)

Ökolandbau kommt im Koalitionsvertrag von CDU und SPD nicht vor. Die Grünen fordern mehr Engagement - gerade jetzt.

Mainz (dpa/lrs) - Die schwarz-rote Landesregierung vernachlässigt nach Einschätzung der oppositionellen Grünen den Ökolandbau in Rheinland-Pfalz völlig. "Wer Ziele streicht, den Öko-Aktionsplan beerdigt und erfolgreiche Formate wie die Öko-Aktionstage einstellt, hat den Ökolandbau abgeschrieben", sagte der Landtagsabgeordnete und ausgebildete Landwirt Paul Bunjes der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Der ehemalige Landesvorsitzende bezieht sich dabei auf die Antwort von Umweltministerin Christine Schneider (CDU) auf seine Kleine Anfrage.

Keine Ausbauziele für Öko-Landwirtschaft im Koalitionsvertrag

"Der Koalitionsvertrag für die Jahre 2026 bis 2031 sieht weder eigene Ausbauziele für den ökologischen Land- und Weinbau noch für andere bestimmte Wirtschaftsweisen in Rheinland-Pfalz vor", schreibt Ministerin Schneider. Die Verpflichtungen im Zuge der laufenden Förderperiode bis 2027 würden erfüllt.

"Bei der Ausgestaltung der zukünftigen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik nach dem Jahr 2027 setzt sich die Landesregierung für eine auskömmliche Finanzierung der Förderung des ökologischen Landbaus und anderer nachhaltiger Wirtschaftsweisen ein."

Bunjes: Ökolandbau ist aktiver Klima- und Naturschutz

"Wer in Zeiten von Hitze, Dürre und Artensterben den Ökolandbau ausbremst, handelt gegen die Interessen unserer Bäuerinnen und Bauern sowie Winzerinnen und Winzer", kritisierte Bunjes. "Ökolandbau ist kein nice-to-have, sondern aktiver Klima- und Naturschutz."

Gerade jetzt trage die Landesregierung besondere Verantwortung. "Mit den anstehenden GAP-Verhandlungen werden die Weichen für die Zukunft des Ökolandbaus und Ökoweinbaus in Europa gestellt." Die Betriebe in Rheinland-Pfalz brauchten Verlässlichkeit statt politischer Unsicherheit. "Wer ausgerechnet den Ökolandbau ausbremst, entscheidet sich bewusst gegen Klima- und Naturschutz, gegen den Schutz unserer Lebensgrundlagen und gegen die Betriebe, die diese Leistungen jeden Tag erbringen."

Quelle: dpa

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