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HessenReisen auf zwei Rädern durch Hessen

01.08.2026, 04:02 Uhr
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Auf mehr als 3.000 Kilometern führen Ferntouren Radfahrer und Radfahrerinnen durchs Bundesland. Welche Tour für wen geeignet ist - und wie man sie am besten nutzt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Durch historische Fachwerkstädte, malerische Landschaften oder entlang an Flüssen: In Hessen gibt es ganz unterschiedliche Radfernwege zu entdecken, hinzu kommen zahlreiche Themenwege. Wissenswertes über mögliche Touren und darüber hinaus:

Wie unterscheiden sich die Wege?

Die neun Radfernwege R1 bis R9 sind unterschiedlich lang, auch die Zahl der Höhenmeter variiert stark. Mit rund 80 Kilometern ist der R9 der kürzeste, es ist der Rhein-Main-Odenwald-Radweg von Worms über den Odenwald bis zum Main. Sanft ist der Einstieg, im Odenwald wird es hügeliger. Umgekehrt ist es beim längsten der Wege, dem rund 400 Kilometern langen R6 vom nordhessischen Diemelstadt bis Lampertheim im Süden.

Für wen sind welche Wege geeignet?

Auf den Spuren hessischer Märchen und Sagen und gleichzeitig einmal längs durchs Bundesland führt der Weg R4 mit dem Titel "Von Dornröschen zu den Nibelungen". Genussradler und -radlerinnen sowie Familien könnten sich zudem auf dem R1 wohlfühlen, dem Fulda-Radweg, der rund 250 Kilometer von der Rhön bis zur Mündung in die Weser bei Bad Karlshafen fast durchgehend flussabwärts führt.

Laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) sind in der Regel Radfernwege, die einen Fluss begleiten, beliebter, da das Höhenprofil meist recht flach ist.

Sportlicher ist man auf dem R2 unterwegs, der rund 200 Kilometer langen Vier-Flüsse-Tour, denn hier geht es quer durch den Vogelsberg bis in den Spessart. Einen ähnlichen Anspruch hat der R5, die Nordhessen-Route, die rund 230 Kilometer und viele Höhenmeter beinhaltet.

Wie geht man bei der Planung am besten vor?

Einen Überblick über die Routen und zahlreiche weitere gibt es auf der Seite Hessen-Tourismus. Dort gibt es auch einen Tourenplaner und Tipps für Wegstrecken.

Empfohlen wird, zu Hause schon mal in Tagesausflügen die eigene Kondition und das Sitzfleisch zu testen, um das Vorhaben mit einer realistischen Einschätzung angehen zu können. Dann gilt es, überschaubare Etappen zu wählen und genügend Pausen einzuplanen. Ein Wochenende reicht vielleicht für den Anfang. Zudem sollte man einen Weg wählen, dessen Qualität auch zum Fahrrad passt.

Wer übernachten möchte, findet in Hessen rund 350 fahrradfreundliche Bett+Bike-Gastbetriebe, darunter Campingplätze, Pensionen, Ferienwohnungen, Landgasthöfe und Sporthotels. Die Unterkünfte sollten möglichst vorab, spätestens am Morgen des Losfahrens reserviert werden, empfiehlt der ADFC.

Der ADFC bewertet Radwege nach verschiedenen Kriterien, dabei wird etwa auf asphaltierte Wege und Anbindung an Bus und Bahn geachtet. Die höchste Auszeichnung bei den Qualitätsrouten beträgt fünf Sterne, in Hessen erhielt sie der Diemelradweg. Der Eder- und der Fuldaradweg bekamen vier Sterne.

Ist es voll auf den Radfernwegen?

Ja, teilweise, berichtet der ADFC. Besonders in den Ballungsgebieten, besonders am Wochenende bei gutem Wetter. Der Rat: Sich in dem Fall eine Route weiter draußen suchen, die dennoch den eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten entspricht. Und dabei auf eine gute Anbindung mit der Bahn achten, die einen im besten Fall mehr als einmal pro Tag zum Ausgangspunkt zurückbringt.

In welchem Zustand sind die Wege?

Der Fahrradverband sieht noch Investitionsbedarf, unter anderem in bessere Fahrbahnen - Schotter etwa sei nicht für jeden Radler und jede Radlerin geeignet. Auch seien viele Strecken nicht vom Autoverkehr getrennt. Der Radtourismus könnte hessenweit Einnahmen bringen - wenn die Routen entsprechend ausgebaut und bekanntgemacht würden, erklärt der ADFC.

Quelle: dpa

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