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Rheinland-Pfalz & SaarlandHaftbefehl nach tödlichem Hammer-Angriff im Westerwald

19.05.2026, 15:11 Uhr
Der-Verdaechtige-soll-die-Frau-bei-einem-Spaziergang-mit-einem-Hammer-angegriffen-und-getoetet-haben
(Foto: Thomas Frey/dpa)

Nach dem Tod einer 67-Jährigen im Westerwald steht ihr getrennt lebender Ehemann unter dringendem Tatverdacht. Die Ermittler prüfen, ob es sich um Mord handeln könnte.

Ebernhahn/Koblenz (dpa/lrs) - Nach dem Fund einer getöteten 67-Jährigen im Westerwald ist gegen ihren getrennt lebenden Ehemann Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz mit. Der 69 Jahre alte Deutsche steht demnach im Verdacht, die Frau am Sonntag bei einem Spaziergang am Ortsrand von Ebernhahn mit einem Hammer angegriffen und tödlich verletzt zu haben.

Anschließend soll der Mann mit seinem Auto vom Tatort geflüchtet und wenig später auf der Landesstraße 300 zwischen Ransbach-Baumbach und Ebernhahn frontal gegen einen Baum gefahren sein, mutmaßlich in der Absicht, sich selbst das Leben zu nehmen. Laut Staatsanwaltschaft erlitt er schwerste Verletzungen und wird derzeit in einem Krankenhaus in Koblenz behandelt. Derzeit sei er weder vernehmungs- noch haftfähig. Die Polizei bewacht den Beschuldigten dort.

Obduktion angeordnet

Die Leiche der Frau war am Sonntag in einem Straßengraben entdeckt worden. Bereits am selben Tag hatte die Kriminalpolizei angekündigt, einen möglichen Zusammenhang mit dem schweren Verkehrsunfall zu prüfen.

Der dringende Tatverdacht stützt sich laut Staatsanwaltschaft unter anderem auf ein blutverschmiertes mutmaßliches Tatwerkzeug, das im Auto des Mannes gefunden wurde. Auch weitere Spuren belasteten den Beschuldigten.

Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und Motiv dauern an. Dabei werde auch geprüft, ob die Tat möglicherweise als Mord einzustufen sei und ob der Mann voll schuldfähig war. Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion angeordnet.

Quelle: dpa

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