ThüringenHonigimporte nach Thüringen 2025 hoch

Auf thüringischen Broten landete 2025 oft Honig aus Neuseeland, Belgien und Polen. Die Zahl der heimischen Imker ging leicht zurück. Der Honigpreis vollzog 2025 eine Kehrtwende.
Erfurt (dpa/th) - Nach Thüringen ist vergangenes Jahr mehr Honig direkt aus dem Ausland gekommen, als exportiert wurde. Wie das Landesamt für Statistik anlässlich des Weltbienentags (20. Mai) mitteilte, wurde im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viel Honig in den Freistaat importiert, als heimischer Honig ans Ausland verkauft wurde. Den Angaben zufolge wurde der meiste Honig aus Neuseeland importiert, gefolgt von Belgien und Polen. Insgesamt fanden 6.344 Kilogramm ausländischer Honig ihren Weg nach Thüringen - im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von etwa 100 Prozent.
Verdoppelt hat sich auch die Menge an thüringischem Honig, der ins Ausland verkauft wurde. Hier wurden im vergangenen Jahr 2.580 Kilogramm exportiert. 2024 waren es noch etwa 1.100 Kilogramm. Laut dem Landesamt für Statistik sind alle Zahle vorläufig. Zahlen zur Höhe der gesamten Honigproduktion in Thüringen lagen nicht vor.
Wie die Statistiker außerdem feststellten, wurde der Honig im Freistaat 2025 billiger. Nachdem die durchschnittlichen Honigpreise 2024 den Angaben zufolge noch leicht gestiegen waren, fielen sie 2025 wieder um etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in den vergangenen Monaten sei der durchschnittliche Honigpreis gefallen, hieß es. Wer im März Honig kaufte, zahlte dafür im Durchschnitt 1,4 Prozent weniger als im Februar.
Auch bei den Imkereien gab es 2025 Veränderungen: Weniger Vereinsmitglieder kümmerten sich um weniger Bienenvölker. Während die Zahl der Vereinsimker im Vergleich zum Vorjahr nur leicht sank, ging die Zahl der Völker um 7,9 Prozent zurück.
Außerhalb der Imkereien ist die Biene in Thüringen teilweise gefährdet. Wie der Naturschutzbund Deutschland mitteilte, sind 56 Prozent aller vorkommenden Wildbienenarten in Thüringen bestandsgefährdet oder verschollen. Wildbienen bestäuben Nutz- und Wildpflanzen und spielen so eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie reagieren besonders empfindlich auf Klimaveränderungen oder den Einsatz von Pestiziden.