Berlin & BrandenburgWegner lobt Kirchen als Stützen für sozialen Zusammenhalt

Kai Wegner hebt hervor, wie Kirchen mit ihrem Engagement und offenen Räumen in die Gesellschaft hineinwirken. Warum er das für so wichtig hält.
Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat das Engagement der Kirchen für die Gesellschaft als unverzichtbar gewürdigt. Kirchliche Träger und die evangelische Kirche leisteten wichtige Arbeit für den sozialen Zusammenhalt und damit für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen des Senats mit Vertretern der evangelischen Kirche. Sie leisteten damit einen Beitrag, die Demokratie zu stärken.
"Viele Menschen bei den kirchlichen Trägern engagieren sich ehrenamtlich, um Menschen in Not zu helfen, etwas gegen Einsamkeit zu tun, soziale Probleme aufzufangen", so Wegner. Auch in der Notfallversorgung engagierten sich Menschen. "Da kann man gar nicht oft genug Danke sagen. Denn ohne dieses Engagement würde vieles nicht funktionieren. Ja, es geht um Engagement, es geht um Demokratie, es geht um gemeinsame Werte wie Toleranz, Solidarität, Mitgefühl und Gerechtigkeit."
Kirchengebäude als Identifikationspunkte
Auch die Kirchengebäude seien wichtige Identifikationspunkte für die Kieze und für die gesamte Stadt. "Sie sind Treffpunkte, sie sind Orte, wo Menschen zusammenkommen, wo der Dialog geführt wird und ja, wo wir Zusammenhalt leben und stärken." Er sei dankbar, so Wegner, dass beide christliche Kirchen ihre Räume öffneten auch für außerkirchliche Initiativen und Vereine.
Anspruch der Kirche sei es, "Werte und Wertschätzung" prägend in die Stadt einzubringen, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein. Darum gehe es auch bei der Umnutzung oder zusätzlichen Nutzung von Kirchengebäuden für weltliche Zwecke. "Berlin ist Vorreiterin, in dem, wie man mit solchen Orten umgeht, wie man sie umbaut."
Als ein gelungenes Beispiel nannte der Bischof das "MACHmit! Museum für Kinder" in der Eliaskirche im Prenzlauer Berg. Anderswo entstünden in einst kirchlich genutzten Gebäuden Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser oder Wohnungen für behinderte Menschen.