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Rheinland-Pfalz & Saarland Lichterglanz und Budenzauber: Städte planen Weihnachtsmärkte

Ein Besucher des festlich beleuchteten Weihnachtsmarktes in Mainz macht Fotos vom Dom. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

Wegen Corona mussten im vergangenen Jahr Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Dieses Jahr kommt der Budenzauber in die Städte zurück. Aber ganz so wie vorher wird es noch nicht.

Trier/Mainz (dpa/lrs) - Süßer Duft, Kunsthandwerk und glänzende Lichter an festlich geschmückten Holzhäuschen: In diesem Jahr soll es wieder Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz geben. Etliche Städte sind bereits dabei, eine Rückkehr des Budenzaubers zu planen - waren doch 2020 in der Corona-Pandemie die Märkte ausgefallen. Knapp zwei Monate vor einem möglichen Start haben manche Kommunen schon grobe Konzepte, andere sind noch am Anfang ihrer Überlegungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Kommunen ergab.

Dabei zeichnet sich ab, dass etliche Veranstalter mit Zugangsbeschränkungen über die 2G-Regeln planen. Heißt: Die Besucher müssen vor Eintritt nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind oder als genesen gelten. "Die Stoßrichtung 2G ist bei uns die sehr wahrscheinliche Variante", sagte der Sprecher der Stadt Mainz, Ralf Peterhanwahr. Geplant seien nach derzeitigem Stand drei kleinere Buden-Areale mit insgesamt 100 Ständen.

Ein Standort sei der Marktplatz vor dem Dom, ein zweiter der Liebfrauenplatz und Nummer drei der Ernst-Ludwig-Platz. Es solle jeweils mehrere Eingänge geben, an denen kontrolliert werde, sagte der Sprecher. Zwischen Glühweinständen und Waffelbäckern entfielen dann Maskenpflicht und Abstandsgebot. Möglicher Beginn des Mainzer Weihnachtsmarktes sei der 25. November.

Auch in Trier soll der Weihnachtsmarkt unter Einhaltung der 2G-Regeln über die Bühne gehen. Es werde nach der Kontrolle am Eingangsbereich des Geländes keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln geben, teilte die Arbeitsgemeinschaft Trierer Weihnachtsmarkt mit. Der Markt werde allerdings etwas kleiner ausfallen als in Vor-Corona-Zeiten. Nach den derzeitigen Planungen soll das weihnachtliche Ambiente an den Buden vom 19. November bis 22. Dezember geboten werden.

In Ludwigshafen ist man ebenfalls schon am Planen für einen möglichen Weihnachtsmarkt - hat aber noch nichts Spruchreifes: "Wir werden was machen. Was wir machen, unter welchen Bedingungen, in welcher Größe, ist noch offen, da sind wir noch mitten in den Planungen", sagte Markus Lemberger von der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH. 2019 hatte es 60 Buden auf dem Berliner Platz gegeben.

In Kaiserslautern ist ("Stand heute") ein Weihnachtsmarkt mit einer Reihe von Glühweinständen und vielen weiteren Buden geplant. Das Treiben soll vom 22. November bis zum 23. Dezember laufen und anschließend als Silvestermarkt fortgeführt werden. "Um größere Ansammlungen von Besucherinnen und Besuchern zu vermeiden, sind die Abstände zwischen den Ständen deutlich weiter gewählt als in den Jahren bis einschließlich 2019", teilte die Stadt am Mittwoch mit. Im Innenhof der Stiftskirche sei eine Einbahnstraßenregelung geplant.

Koblenz plant "vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie" einen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt vom 18. November bis 9. Januar 2022. Vorgesehen sei ein flexibles Konzept, damit man rasch auf die aktuelle Corona-Lage reagieren könne. Dazu gehöre auch "eine entzerrte Platzierung" der Buden, um Gedränge zu vermeiden, teilte die Koblenz-Touristik mit.

Die Mainzer würden sich über einen Weihnachtsmarkt sehr freuen, sagte Peterhanwahr. Im vergangenen Jahr habe man "wirklich gemerkt, dass es die Bürgerschaft sehr geschmerzt hat, dass wir nicht starten konnten". Der Weihnachtsmarkt in Mainz sei "extrem beliebt" und genieße "einen hohen Stellenwert". Auch für die Budenbetreiber sei es wichtig, damit sie wieder Umsatz hätten. "Dass es dieses Jahr einen Markt geben wird, da freut sich die ganze Stadt drüber."

Im Moselstädtchen Traben-Trarbach dagegen macht der Weihnachtsmarkt auch diesen Winter noch mal Pause. Denn der "Mosel-Wein-Nachts-Markt" finde, im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten, unterirdisch in alten Weinkeller-Gewölben und somit in geschlossenen Bereichen und auf engstem Raum statt. "Dies ist dem Veranstalter, der Stadt und den Betreibern einfach zu riskant", teilte die Stadt mit. Man sei sich einig, dass die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, Aussteller und auch der Bürger absolute Priorität habe. Normalerweise lockt der Markt mehr als 150.000 Besucher in der Saison an.

© dpa-infocom, dpa:210929-99-405711/5

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