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Rheinland-Pfalz & SaarlandMinister gratuliert Bildhauer Kornbrust zum 90. Geburtstag

31.08.2019, 10:19 Uhr

Saarbrücken (dpa/lrs) - Er hat eine quer durch Europa verlaufende Skulpturenstraße initiiert und zahlreiche Kunstwerke geschaffen: Der Bildhauer Leo Kornbrust habe die saarländische Kunstszene seit vielen Jahren entscheidend mitgeprägt, teilte Saarlands Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) zum 90. Geburtstag des Künstlers am Samstag mit. Und die Skulpturenstraße "Straße des Friedens" mit inzwischen rund 500 Steinen sei zu einem "bedeutenden Beispiel für grenzüberschreitende Kulturarbeit" geworden.

Kornbrust hatte 1971 zunächst eine "Straße der Skulpturen" im St. Wendeler Land auf den Weg gebracht. Später verknüpfte er sein Projekt unter dem Titel "Straße des Friedens" mit anderen Künstlern und Institutionen zu einer europäischen Skulpturenstraße. Die Grundidee dafür stammte von dem jüdischen Künstler Otto Freundlich, der 1943 in einem deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen ermordet wurde. Kornbrust setzte das Projekt in Gedenken an Freundlich um.

Commerçon sagte: "Ich kenne kaum jemanden, der mit einer solchen Intensität für die Kunst, Toleranz und Menschlichkeit lebt und arbeitet." Und: "In einer von Ängsten und Sorgen über die Zukunft Europas und der Welt gekennzeichneten Gegenwart brauchen wir Menschen mit einer entschlossenen Haltung gegen Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt - Menschen wie Leo Kornbrust."

Der Saarländer Kornbrust, der zuvor auch als Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München gearbeitet hat, wurde für sein Schaffen oft ausgezeichnet.

Straße der Skulpturen

Leo Kornbrust

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