Rheinland-Pfalz & SaarlandOpferbeauftragter in Kontakt mit Familie und Zeugen

Acht Personen sollen die Gewalttat in der Regionalbahn in Rheinland-Pfalz beobachtet haben. An sie sowie die Familie des gestorbenen Zugbegleiters hat sich der Opferbeauftragte des Landes gewandt.
Mainz (dpa/lrs) - Nach dem gewaltsamen Tod des Zugbegleiters in einer Regionalbahn in der Westpfalz hat der Opferbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz sich an die Familie des 36-jährigen Bahnmitarbeiters sowie an Augenzeugen der Tat gewandt. Ihnen sei Hilfe angeboten worden, etwa bei der Suche nach unterstützenden Anlaufstellen, sagte der Beauftragte Detlef Placzek der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Nach seinen derzeitigen Erkenntnissen gebe es acht Personen, die unmittelbare Zeugen oder Helfer gewesen seien. Davon sei eine Person aus Rheinland-Pfalz. Es gehe darum, zu zeigen, wohin sich die Menschen wenden könnten, etwa für psychotherapeutische Hilfe oder ganz praktische Hilfe bei der Bewältigung des Alltags.
Wenn unmittelbare Zeugen beispielsweise einen sogenannten Schockschaden erlitten hätten, könne es Ansprüche nach dem sozialen Entschädigungsrecht geben. Für kurzfristige psychotherapeutische Hilfe stehen Placzek zufolge in Rheinland-Pfalz unter anderem die Trauma-Ambulanzen zur Verfügung. Ob Unterstützung angenommen werde, sei die Entscheidung der Betroffenen. Befristet sei das Angebot zur Hilfe nicht.