Rheinland-Pfalz & SaarlandPolizei: Corona-Regeln greifen
Politiker und Experten appellieren an die Bürger, sich an die Corona-Beschränkungen zu halten. Abstand halten lautet das Motto - natürlich auch bei schönem Wetter.
Mainz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz hat es allem Anschein nach geklappt: Auch wenn das Wetter Menschen nach draußen lockt, hat es laut Polizei keine größeren Verstöße gegen die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegeben. Die Themen des Tages im Überblick:
KORREKT VERHALTEN - Das Verhalten der Bürger wegen der Corona-Abstandsregeln verlaufe "sehr positiv", sagte ein Sprecher der Polizei Koblenz am Samstagnachmittag. "Es gibt zwar durchaus Menschen, die unterwegs sind", sie würden sich aber an die Regeln halten. Eine ähnliche Reaktion gab es auch von der Polizei in Trier: "Das ist hier alles sehr entspannt." Auch der Polizei Mainz seien "keine Brennpunkte gemeldet worden".
GOTTESDIENSTE IM MAI - Gottesdienste sollen in Rheinland-Pfalz unter strengen Schutzauflagen möglichst von Mai an wieder zugelassen werden. Darauf verständigten sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und die Spitzen der rheinland-pfälzischen Bistümer sowie der Landeskirchen. "Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden", sagte Dreyer nach einer Telefonkonferenz am Samstag mit den führenden Geistlichen des Landes. Wer ein überzeugendes Schutzkonzept vorlegen könne, solle die Möglichkeit erhalten, gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des Bundes und der Länder wieder zu Gottesdiensten nach dem 30. April einladen zu dürfen. Dreyer werde in den kommenden Tagen auch Gespräche mit der jüdischen Gemeinschaft und mit dem Runden Tisch Islam führen.
SPORT IM FREIEN - Die neue Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird von Montag an mehr Freiraum für sportliche Aktivitäten schaffen. Wie das Innenministerium am Samstag mitteilte, ist sportliche Betätigung alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien dann auch unter Benutzung von Sportanlagen auf Anordnung der Landesregierung wieder zulässig. Dies gelte jedoch nur, soweit die gebotenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden könnten und der Träger einer Öffnung der Sportstätte ausdrücklich zustimme.
Die Lockerung betreffe Sportarten im Freien wie beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf oder Reiten und ähnliche Sportarten, bei denen das Kontaktverbot und der Mindestabstand eingehalten werden könnten.
BILANZ - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist am Samstag in Rheinland-Pfalz auf 5402 gestiegen. Seit dem ersten Auftreten Ende Februar sind in Rheinland-Pfalz 106 infizierte Menschen gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Unter den Todesopfern waren 13 aus dem Westerwaldkreis, elf aus der Stadt Koblenz und zehn aus dem Kreis Mainz-Bingen. Am Vortag hatte die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen noch bei 5279 gelegen. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zu Freitag von etwa 2,3 Prozent.
WEITER ACHTGEBEN - In Koblenz und im Landkreis Mayen-Koblenz gelten mehr als 400 Menschen als genesen - ein für die Behörden erfreuliches Ergebnis, immerhin gebe es mehr als 550 bestätigte Corona-Fälle. Allerdings, so der Landkreis, sei die steigende Anzahl der als genesen geltenden Personen noch lange kein Grund zur Entwarnung. "Es ist weiterhin wichtig, dass die Menschen sich an die nach wie vor geltende Verordnung des Landes zur Bekämpfung des Coronavirus halten", betonte Michael Schönberg vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Samstag in einer Mitteilung.