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Rheinland-Pfalz & SaarlandRheinland-Pfalz will Partnerschaft mit Ruanda vertiefen

08.04.2019, 18:09 Uhr

Mainz/Kigali (dpa/lrs) - Rheinland-Pfalz will seine Partnerschaft mit Ruanda weiter ausbauen. Die kreative, moderne Startup-Szene in Kigali und Projekte zur Gedenk- und Erinnerungsarbeit nannte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Montag im Gespräch mit Deutschen Presse-Agentur als Beispiele. Der Minister ist anlässlich der Gedenkfeiern zu dem Völkermord vor 25 Jahren mit einer Delegation in das ostafrikanische Land gereist und soll am Dienstagabend nach Mainz zurückkehren. Das Programm der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen in Ruanda und Rheinland-Pfalz werde auch weiter ausgebaut. Dabei gehe es etwa um Flächennutzung, Abfallwirtschaft und Wasserversorgung.

Lewentz wurde von Landtagspräsident Hendrik Hering begleitet. Zur Delegation gehörten auch der Direktor der Landeszentrale für Politische Bildung, Bernhard Kukatzki sowie Vertreter des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda, der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück und der gemeinnützigen israelischen Nicht-Regierungsorganisation Givat Haviva, die sich für jüdisch-arabische Verständigung einsetzt.

Im Startup Haus der Westerwelle Foundation in der Landeshauptstadt Kigali stellten junge Kreative auf Englisch mit dem Internet kleine Firmen auf, die etwa Landwirte über die besten Anbauformen berieten, hieß es. Sie hätten zudem eine App entwickelt, die die Sicherheit der Fahrer von Motorrad-Taxen bewerte, dem Hauptverkehrsmittel in Ruanda.

Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 1982. Seither seien Projekte - allein 250 im Bereich Schule - in Ruanda mit rund 100 Millionen Euro aus Rheinland-Pfalz unterstützt worden.

Gedenkstätte Hinzert

Westerwelle Foundation Start Up Kigali

Givat Haviva in Rheinland-Pfalz

Freundeskreis Givat Haviva

Rheinland-Pfalz und Ruanda

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