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Rheinland-Pfalz & SaarlandSchnieder: Bringen A1-Lückenschluss konsequent voran

28.04.2026, 15:13 Uhr
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Vor dem eigentlichen Bau der Autobahntrasse auf einem ersten Stück sind Vorarbeiten nötig. Zumindest die sind angelaufen, sehr zur Freude des aus der Region kommenden Bundesverkehrsministers.

Kelberg (dpa/lrs) - Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sieht die vorbereitenden Arbeiten für den Weiterbau der Autobahn 1 zum Lückenschluss in der Eifel auf einem guten Weg. "Der Start der Ausgleichsmaßnahmen zeigt: Wir bringen dieses wichtige Vorhaben jetzt konsequent voran", sagte der selbst aus der Eifel stammende CDU-Politiker bei einem Besuch in Kelberg.

Dort laufen nach Angaben der Autobahn GmbH des Bundes seit März Vorbereitungen für Ausgleichs- und Umweltmaßnahmen. Auch muss eine Baustraße für das Großprojekt entstehen.

Um welche Abschnitte es geht

In das über viele Jahre stockende Großprojekt des Lückenschlusses an der A1 war im November 2025 Bewegung gekommen. Damals gab das Bundesverwaltungsgericht grünes Licht für den ersten Teil, das oberste deutsche Verwaltungsgericht wies die Klage des Umweltschutzverbandes BUND gegen die Planungen des Landesbetriebs Mobilität ab.

Bei dem ersten Teil geht es um gut zehn Kilometer Strecke zwischen Kelberg (Kreis Vulkaneifel) und Adenau (Kreis Ahrweiler) in Rheinland-Pfalz. Es ist der südliche Abschnitt des Lückenschlusses. Für zwei weitere verbleibende Teilstücke bis Blankenheim in Nordrhein-Westfalen gibt es noch kein Baurecht.

Von Schwarzstorch bis Geburtshelferkröte

Die A1 ist eine der längsten Autobahnen Deutschlands und führt von der Ostsee bis zur französischen Grenze nahe Saarbrücken - aktuell noch mit der 25 Kilometer langen Unterbrechung in der Eifel. Sie zu schließen, soll komplett 1,1 Milliarden Euro kosten. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, Michael Güntner, sprach von einem "komplexen Bauprojekt". Das müsse sorgfältig und zuverlässig umgesetzt werden.

Minister Schnieder sagte: "Ich hatte versprochen, dass es jetzt schnell gehen wird. Und dieses Versprechen habe ich gehalten." Nichtsdestotrotz könnte es noch Jahre dauern, bis mit dem Bau der eigentlichen Trasse begonnen wird. Vorher müssen die Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt sein. Es werden Tierarten umgesiedelt, wofür Flächen geschaffen werden müssen. Es geht unter anderem um den Schwarzstorch, Maßnahmen sind auch für die Haselmaus, die Geburtshelferkröte, den Neuntöter und die Feldlerche vorgesehen.

Quelle: dpa

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