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Rheinland-Pfalz & SaarlandWurzelbrände erschweren Nachlöscharbeiten bei Langscheid

15.08.2026, 15:59 Uhr
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Obwohl das Feuer bei Langscheid gelöscht ist, lauern Glutnester in dem Wald- und Wiesengebiet. Die Einsatzkräfte müssen teils bis an die Wurzeln von Bäumen heran und aufwendig von Hand löschen.

Langscheid (dpa/lrs) - Nach dem großflächigen Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz haben zahlreiche Feuerwehrleute den Einsatz in dem Brandgebiet fortgesetzt. Die Lage sei weiterhin unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten aber noch an, teilte der Landkreis Mayen-Koblenz am Nachmittag mit.

In drei Einsatzabschnitten kämpften je etwa 30 bis 40 Feuerwehrleute gegen Glutnester, insgesamt seien mehr als 150 Einsatzkräfte im Einsatz, hieß es. Auch Landrat Marko Boos (SPD) sei vor Ort, um sich ein Bild von der Lage und den laufenden Arbeiten zu machen.

Wurzelbrände müssen in Handarbeit gelöscht werden

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, pendelten Tanklöschfahrzeuge fortlaufend in die betroffenen Bereiche. Örtliche Landwirte unterstützten bei der Wasserzufuhr. "Auch wenn Teile der betroffenen Fläche augenscheinlich bereits gelöscht erscheinen, sind weiterhin umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich", hieß es in der Mitteilung. Neben Glutnestern müssten vor allem Wurzelbrände aufgespürt, freigelegt und teils in Handarbeit abgelöscht werden. Die Feuerwehrleute seien mit Löschrucksäcken im Gelände unterwegs, um kleinere Glutnester gezielt abzulöschen.

Unterstützung von Landesforsten und aus anderen Regionen

Unterstützung bekämen die Feuerwehrleute auch von Landesforsten Rheinland-Pfalz. Im Wald würden mit Großgerät unter anderem Schneisen angelegt, um die weitere Brandbekämpfung zu unterstützen.

Die abermals hohen Temperaturen stellten eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte dar, erklärte der Landkreis. Deshalb seien auch Einheiten aus anderen Regionen vor Ort, um die Feuerwehrleute abzulösen und zu unterstützen - etwa aus dem Landkreis Ahrweiler sowie aus Kaiserslautern.

Bevölkerung soll Gebiet weiter meiden

Erneut wies die Einsatzleitung darauf hin, dass keine weiteren Zivil- oder Spontanhelfer benötigt würden. Im Gegenteil: Die Bevölkerung werde gebeten, das Einsatzgebiet zu meiden und nicht eigenständig dorthin zu kommen. Zugleich bedankte sich Landrat Boos ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern, die am Freitag spontan ihre Unterstützung angeboten und geleistet hätten. Vor allem hätten örtliche Landwirte mit ihren Fahrzeugen und Wasserfässern einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Brandbekämpfung geleistet.

Die Feuerwehr werde die Arbeiten im Brandgebiet weiter fortsetzen. Die Lage bleibe unter Kontrolle und werde durch die Einsatzleitung kontinuierlich bewertet.

21 Einsatzkräfte müssen behandelt werden

Am Vortag hatten auf 50 Hektar Wald- und Wiesenflächen in Brand gestanden. Insgesamt 21 Einsatzkräfte mussten nach Angaben eines Landkreissprechers wegen Verletzungen behandelt werden. Die Bandbreite habe dabei "vom Pflaster bis zu schweren Verbrennungen" gereicht. Vier Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, ob sie die Klinik bereits wieder verlassen konnten, konnte der Sprecher nicht sagen.

Häuser im Ortsteil Netterhöfe zeitweise evakuiert

Hunderte Feuerwehrleute und zwei Hubschrauber hatten stundenlang gegen die Flammen gekämpft. Weil der Brand durch Winde immer wieder drehte, stand zwischenzeitlich auch eine Evakuierung der Ortschaften Langenfeld und Arft im Raum, wo zusammen rund 900 Menschen leben. Im etwas abgelegeneren Ortsteil Netterhöfe mussten 20 bis 25 Häuser evakuiert werden, die Bewohner konnten aber später wieder zurückkehren.

Quelle: dpa

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