Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltBuckelwal ist transportfähig – Technik aus Tangermünde

28.04.2026, 11:19 Uhr
Der-rund-zwoelf-Meter-lange-Buckelwal-soll-geborgen-werden-koennen

Die geplante Bergung des gestrandeten Wals vor der Ostsee-Insel Poel kann losgehen. Für den Transport soll Technik aus Tangermünde im Norden Sachsen-Anhalts zum Einsatz kommen.

Wismar/Tangermünde (dpa/sa) - Die entscheidende Phase des Rettungsversuchs des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals hat begonnen. Dabei soll auch in Sachsen-Anhalt entwickelte Technik dazu beitragen, dass der Meeressäuger in Richtung Nordsee gebracht werden könnte. Die SET Schiffbau- u. Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH stellt ein Transportdock bereit, in dem das Tier befördert werden kann. Auch drei Mann Besatzung gehören dazu, die die Technik bedienen.

Normalerweise werden mit dem Transportdock neu gebaute Schiffe von Tangermünde auf der Elbe nach Hamburg transportiert - auf dem Trockenen, sagte Geschäftsführer Olaf Deter. Erst kürzlich habe man damit ein über 400 Tonnen schweres Ölfangschiff ausgeliefert. Eine solche Technik gebe es nicht nochmal, sagte Deter. Mit dem Wal solle das Transportdock an einer Seite offen, also mit Wasser darin und dem Meeressäuger Richtung Nordsee gezogen werden. Dass man mit der Technik aus Tangermünde möglicherweise nun bei der Walrettung behilflich sein kann, "das macht uns, mich und die Mannschaft, stolz", so der Geschäftsführer.

Die Tierärzte der privaten Initiative halten das seit vier Wochen in einer flachen Bucht der Insel Poel vor Wismar festsitzende Tier für transportfähig, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Kirchdorf auf Poel sagte. Die Landesregierung gab zudem grünes Licht dafür, dass Gurte genutzt werden dürfen, um den rund zwölf Tonnen schweren Wal durch eine gebaggerte Rinne zum mit Wasser gefüllten Transportkahn zu führen.

Der rund zwölf Meter lange Meeressäuger steckt seit dem 31. März in der Bucht fest. Schon zuvor hatte das Tier sich mehrmals in flachem Wasser nahe der Küste festgesetzt, sich zwischenzeitlich aber wieder freischwimmen können.

Quelle: dpa

Regionales