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Sachsen-AnhaltGedenken zum Volkstrauertag: Inhalte konkretisieren

13.11.2022, 01:49 Uhr
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(Foto: Peter Gercke/dpa)

Magdeburg (dpa/sa) - Bei einer zentralen Gedenkstunde im Landtag ist an die Toten der Kriege, die Opfer von Gewaltherrschaften und Terrorismus erinnert worden. Der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke, betonte, das Motto "Gemeinsam für den Frieden" sei aktueller denn je angesichts des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine.

"Wir sehen, was Menschen erleiden müssen nach einem skrupellosen Überfall. Und all diese Schrecken des Krieges finden im Herzen Europas statt", sagte Steinecke. "Als ehemaliger Präsident des deutsch-ukrainischen Forums zerreißt es mir förmlich das Herz." Der Volkstrauertag sei verbunden mit dem Auftrag, sich aktiv für Frieden einzusetzen.

Die Gedenkrede im Landtag hielt der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn. Er forderte: "Die Inhalte des deutschen Volkstrauertages sollten konkretisiert werden um Herz und Verstand zu erreichen." Die jeweiligen Toten sollten betrauert und gewürdigt werden. Die Lebenden sollten Lehren aus dem Leben und Sterben der Toten ziehen können, "zum Nutzen der Demokratie".

Wolffsohn betonte: "Wer, wie in der allgemeinen Formel des Volkstrauertages, alle betrauert, betrauert niemanden. Und wer Krieg immer noch als Preistreiber für Energiekosten betrachtet, trauert nicht um Menschen, sondern um materiellen Wohlstand. Trauer ist höchst privat und im Kollektiven nur erlebbar und erreichbar, wenn die zu Betrauernden erkannt und benannt werden und nicht im Allerweltswort Alle unerkannt und unkenntlich bleiben."

Landes- und bundesweit gab es am Volkstrauertag Gedenkstunden und Kranzniederlegungen.

Quelle: dpa

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