Sachsen-AnhaltGrundstein für erweitertes Gefängnis Volkstedt gelegt

Das Gefängnis Volkstedt wächst: Zwei neue Hafthäuser und eine moderne Energieversorgung sind geplant. Die Kapazität steigt deutlich – die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Eisleben (dpa/sa) - Das Gefängnis Volkstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz wird umgestaltet und erweitert. Im ersten Bauabschnitt entstehen zwei neue Hafthäuser, ein zentrales Pforten- und Schleusengebäude sowie neue Freistundenhöfe, wie das Finanzministerium mitteilte. Im zweiten Bauabschnitt sollen die bestehenden Gebäude der Justizvollzugsanstalt (JVA) saniert werden. Die Baukosten lägen nach derzeitigem Stand bei rund 240 Millionen Euro.
Die Gefängnisneubauten sollen im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden. "Diese wichtige Baumaßnahme liegt im Zeit- und Kostenrahmen", erklärte Finanzminister Michael Richter (CDU) zur Grundsteinlegung.
Justizministerin Franziska Weidinger (CDU) sagte: "Mit dem Umbau und der Erweiterung der JVA Volkstedt wird die Belegungskapazität am Standort von derzeit 191 auf künftig rund 285 Haftplätze erhöht." Neben dem Gefängnis entsteht Sachsen-Anhalts Abschiebeeinrichtung mit 30 Plätzen.
Strom und Wärme für die neuen Gebäude in Volkstedt, einem Ortsteil von Eisleben, kommen künftig aus Geothermie, Luft-Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Für die Sicherheit sorgt unter anderem eine neue, etwa sechs Meter hohe Außenmauer auf einer Länge von 680 Metern.