Sachsen-AnhaltHälfte der Beschäftigten im Land verdient unter 3.500 Euro

Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt erhalten im Job häufig weniger als andere Menschen in Deutschland. Was aus einer neuen Statistik noch hervorgeht.
Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt verdient knapp die Hälfte der Beschäftigten in Vollzeit weniger als 3.500 Euro brutto. Insgesamt ist das bei 48 Prozent der Arbeitnehmer der Fall, bundesweit liegt Quote bei 32 Prozent, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht, die der Linke-Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch erfragt hat.
Auch bei höheren Einkommen zeigt sich das Gefälle: Während bundesweit rund 58 Prozent der Beschäftigten weniger als 4.500 Euro verdienen, sind es in Sachsen-Anhalt mehr als 70 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2025.
Die Linke fordert mehr Netto vom Brutto. Sinkende Belastungen seien nötig, sagte die sachsen-anhaltische Linken-Fraktionschefin Eva von Angern. Die geplante Einkommensteuerreform, für die sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) lobten, werde real keine Entlastung bringen. "Steigende Abgaben bei Rente und Gesundheit sowie die hohen Preise an der Tankstelle fressen diese Minimalentlastung auf." Von Angern fordert etwa, dass der Mindestlohn angehoben wird.