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HessenGroße CSD-Party in Frankfurt feiert die Demokratie

15.07.2026, 04:01 Uhr
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Live-Musik, Reden und eine große Parade: Beim Christopher Street Day in Frankfurt setzen sich Tausende für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz ein. Was genau geplant ist.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Große Party und große Parade: Der diesjährige Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt beginnt an diesem Donnerstag (16.7.). Um 17 Uhr startet das Programm auf der Hauptbühne am Main. Geplant ist auf mehreren Bühnen ein "Festival für Gleichberechtigung und Vielfalt", wie die Veranstalter mitteilen. Insgesamt werden an vier Tagen rund 150.000 Besucher und Besucherinnen erwartet.

Das Straßenfest soll bis Sonntag (19. Juli), 23 Uhr, dauern. Neben Live-Auftritten stehen auch politische Diskussionen auf dem Programm. Queere Frankfurter Lokale bieten Speisen und Getränke an. Das Gelände befindet sich zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke.

Traditionelle Demo am Samstag

Im Mittelpunkt wird die traditionelle Parade am Samstag stehen. Motto der gesamten Veranstaltung ist "Demokratie braucht keine Alternative". Auf ihr bauten Meinungsfreiheit, Handlungsfreiheit, Demonstrationsrecht und die Gleichheit vor dem Gesetz auf, wie die Veranstalter mitteilen. Doch die Demokratie stehe unter massivem Druck von allen Seiten.

Die Teilnehmer wollen ihre Vielfalt feiern und sich für vollständige rechtliche Anerkennung sowie gesellschaftliche Akzeptanz einsetzen: "Wir begegnen Hass und Ablehnung mit Toleranz und Respekt."

Regenbogenflagge am Römer

Die Demonstration beginnt um 11 Uhr am Römer mit einer Kundgebung, auf dem Rathaus-Balkon wird die Regenbogenflagge gehisst. Es sind Redebeiträge unter anderem des hessischen Wissenschafts- und Kulturministers Timon Gremmels (SPD) und des Frankfurter Stadtkämmerers Bastian Bergerhoff (Grüne) geplant.

Die Route führt durch die Innenstadt über Korn- und Rossmarkt, Neue Mainzer Straße und Konrad-Adenauer-Straße bis zum Main, das Ende ist für etwa 16.30 Uhr geplant. Danach kann am Main nahtlos weitergefeiert werden. Die Veranstalter rechnen mit rund 10.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. 120 Gruppen hätten sich angemeldet.

Der Christopher Street Day sei weit mehr als ein Zusammenkommen der queeren Szene, betont auch die Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Frankfurt. Das gesellschaftliche Klima sei rauer geworden, queerfeindliche Straftaten nähmen zu. Daher sei ein sichtbares Bekenntnis zu gleichen Rechten für queere Menschen wichtig.

Verkehrseinschränkungen am Samstag

Die Demo wird auch zu Verkehrsbehinderungen führen. Mehrere Straßenbahn- und Buslinien fahren nicht durch die Innenstadt, wie die Nahverkehrsgesellschaft traffiq mitteilt. Zwischen Konstablerwache und Hauptbahnhof seien die U-Bahnlinien U4 und U5 sowie die S-Bahnen Alternativen.

Quelle: dpa

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