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Sachsen-AnhaltHändel-Haus sucht Paten für seltene historische Drucke

22.06.2026, 04:01 Uhr
Blick-auf-das-Geburtshaus-des-Komponisten-Georg-Friedrich-Haendel-in-der-Altstadt

Die Stiftung Händel-Haus setzt ihre Restaurierungsinitiative fort. Für restaurierungsbedürftige Bücher und Notendrucke werden Unterstützer gesucht.

Halle (dpa/sa) - Die Stiftung Händel-Haus in Halle sucht erneut Unterstützer für die Restaurierung wertvoller historischer Bücher und Notendrucke. "Die Sammlung der frühen Notendrucke zählt zu den besonderen Schätzen der Stiftung Händel-Haus", sagte der Bibliothekar des Händel-Hauses, Jens Wehmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir bemühen uns, die Sammlung regelmäßig zu ergänzen und zu erweitern."

Patenschaften für 24 restaurierungsbedürftige Werke

Seit Juni 2026 können Buchpatenschaften für 24 restaurierungsbedürftige Werke übernommen werden. Darunter befinden sich überwiegend Notendrucke des 18. Jahrhunderts, aber auch einzelne Handschriften und Bücher über den Komponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759).

Zu den Höhepunkten der aktuellen Restaurierungskampagne zählen mehrere Erstausgaben von Händel-Werken wie "Rinaldo", "Radamisto" und "Belshazzar". Ebenfalls auf der Liste steht ein Band mit 100 Kupferstichansichten der Stadt Rom, wie sie Reisenden im 18. Jahrhundert angeboten wurden. Die Kosten für die einzelnen Maßnahmen bewegen sich meist zwischen 300 und 800 Euro. Im aktuellen Programm reichen die erforderlichen Beiträge von rund 50 bis 1.100 Euro.

Aktion startete vor 21 Jahren

Nach Angaben der Stiftung wurden seit dem Start des Programms im Jahr 2005 insgesamt 41 Buchpatenschaften vergeben. Als Paten engagierten sich bislang 28 Privatpersonen und zwei Institutionen. Dank ihnen wurden mehrere seltene Opern-Erstausgaben Händels gerettet.

Die Bibliothek des Händel-Hauses wurde 1948 gegründet und verfügt über eine der größten bibliothekarischen Sammlungen zu Händel. Viele der historischen Bestände leiden unter Papierzerfall, beschädigten Einbänden oder anderen Alterungsschäden. Restauriert werden unter anderem gelöste Buchdeckel, beschädigte Fadenheftungen und verschmutzte Seiten. "Die restaurierten Bücher werden in Sonderausstellungen gezeigt und sind für die musikwissenschaftliche Forschung wertvolle Quellen", sagte Wehmann. Einige ausgewählte Werke werden digitalisiert und online zugänglich gemacht.

Quelle: dpa

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