Sachsen-AnhaltLand unterstützt Familien auf dem Weg zum Wohneigentum

In Sachsen-Anhalt besitzen vergleichsweise wenige Menschen ein eigenes Haus oder eine Wohnung. In seiner Wohneigentumsförderung berücksichtigt das Land künftig die Zahl der Kinder in Familien.
Magdeburg (dpa/sa) - Das Land Sachsen-Anhalt will insbesondere im ländlichen Raum jungen Familien den Erwerb von Wohneigentum ermöglichen. Die bisherige Wohneigentumsrichtlinie sei ergänzt worden, teilte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), nach einer Sitzung des Kabinetts in Magdeburg mit.
Die Obergrenze von 100.000 Euro für ein zinsvergünstigtes Baudarlehen bleibe erhalten. Je Kind werde sie nun aufgestockt um weitere 25.000 Euro. Die Deckelung liege bei 175.000 Euro. Je nach Laufzeit des Kredits über 10 oder 20 Jahre betrage der Zins 0,9 oder 1,7 Prozent. Für die Förderung, die auch Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen umfasst, gelten bestimmte Einkommenshöchstgrenzen.
Insgesamt stehen laut Hüskens 5,5 Millionen Euro aus den Wohnraumförderfonds des Landes zur Verfügung. Anträge können über die Investitionsbank (IB) Sachsen-Anhalt gestellt werden. Wohneigentum sei ein wichtiger Faktor, um Menschen in Sachsen-Anhalt zu halten, so die Ministerin. Es liege im originären Interesse des Landes, Eigentum zu schaffen.