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Sachsen-AnhaltLeipziger Amokfahrt kann Magdeburger Anschlagsopfer belasten

11.05.2026, 12:45 Uhr
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Der Prozess zum Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt steuert auf die Zielgerade zu. Nach der Amokfahrt in Leipzig berichtet ein Sachverständiger von einer erneuten Belastung für die Opfer.

Magdeburg (dpa/sa) - Die kürzliche Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt kann für die Betroffenen des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt eine erhebliche Belastung bedeuten. Es sei für sie ein schwer belastender Gedanke, dass sich ein solcher Vorfall nicht nur auf Weihnachtsmärkte beziehe, sagte ein Sachverständiger im Landgericht Magdeburg. "Das ist schwer belastend." Die jeweilige Symptomatik könne wieder aufleben oder verstärkt werden.

Vor einer Woche war ein 33 Jahre alter Mann aus Leipzig mit seinem Wagen in eine Leipziger Fußgängerzone gefahren und hatte mehrere Menschen mit seinem Auto erfasst. Zwei Menschen starben, sechs Menschen wurden verletzt.

Das Landgericht Magdeburg verhandelt gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. Am 20. Dezember 2024 war der damals 50-Jährige mit einem mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gefahren. Fünf Frauen und ein neunjähriger Junge starben. Mehr als 300 Menschen wurden teils schwerst verletzt.

Der Prozess befindet sich laut dem Vorsitzenden Richter Dirk Sternberg auf der Zielgeraden. Sachverständige erstatten heute und am morgigen Dienstag die letzten Gutachten zu Betroffenen. Auch Menschen, die nicht direkt körperlich verletzt worden waren, tragen laut den Gutachtern bis heute teils schwer an den Folgen. Viele meiden demnach Situationen mit Menschenmengen, sind besonders wachsam, schreckhaft und geräuschempfindlich. Häufig sind auch Schlafstörungen und Alpträume sowie Konzentrationsstörungen, hieß es von den Sachverständigen, die Dutzende Gutachten erstellten.

Quelle: dpa

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