Sachsen-AnhaltRiesiger Stromspeicher im Salzlandkreis nimmt Form an

Damit Strom aus Wind und Sonne jederzeit verfügbar bleibt, braucht es große Speicher. In Förderstedt nimmt eines der wichtigsten Projekte dafür jetzt richtig Fahrt auf.
Förderstedt (dpa/sa) - Der Bau des großen Energiespeichers im Salzlandkreis kommt voran. Für das Projekt habe jetzt eine besonders intensive Bauphase begonnen, teilte das Unternehmen Eco Stor mit. Bis Ende Juni sollen rund 300 vormontierte Batterie- und Technikmodule angeliefert und installiert werden.
Bis zu 15 Schwertransporte täglich
Die Transporte laufen nach Unternehmensangaben seit kurzem auf Hochtouren. Täglich seien bis zu 15 Fahrten über die Autobahn 14 und umliegende Bundesstraßen geplant. Die Container enthalten neben den Batterien auch Wechselrichter und bilden die zentralen Bausteine des Speichersystems.
Der Großspeicher mit einer geplanten Leistung von 300 Megawatt und einer Kapazität von mehr als 700 Megawattstunden gilt weiterhin als größter im Bau befindlicher Batteriespeicher in Deutschland. Rechnerisch könne die Anlage bis zu 500.000 Haushalte etwa zwei Stunden lang mit Strom versorgen.
Schnelle Hilfe bei Stromschwankungen
Solche Anlagen sollen helfen, Strom aus Wind und Sonne verlässlicher nutzbar zu machen. Während herkömmliche Kraftwerke vergleichsweise langsam reagieren, kann der Speicher laut Unternehmen Schwankungen im Stromnetz innerhalb von Sekunden ausgleichen.
"Mitten in der Preiskrise fossiler Energieträger zeigen wir mit diesem Projekt auf, wie wir die alten, auf Verbrennung ausgelegten Energiesysteme hinter uns lassen", sagte Eco-Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer.
Inbetriebnahme ab zweiter Jahreshälfte geplant
Der Speicher wird in drei unabhängig voneinander betreibbare Blöcke unterteilt. Dadurch könnten erste Teile schon früher ans Netz gehen und zur Stabilisierung beitragen. Die Inbetriebnahme der ersten Komponenten ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant.