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Sachsen-AnhaltKI soll Anerkennung von Schwerbehinderung beschleunigen

02.03.2026, 13:27 Uhr
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Wer sich eine Schwerbehinderung in Sachsen-Anhalt anerkennen lassen möchte, muss dafür derzeit lange warten. Politik und Verwaltung versprechen mehr Tempo - welche Rolle dabei eine KI spielen soll.

Magdeburg (dpa/sa) - Anträge auf Anerkennung einer Schwerbehinderung sollen in Sachsen-Anhalt schneller bearbeitet werden. Derzeit warten Betroffene monatelang auf einen Bescheid. "Das muss deutlich schneller gehen", sagte CDU-Fraktionschef Guido Heuer vor der Landtagssitzung in Magdeburg. Die Betroffenen hätten einen Anspruch darauf.

Eigentlich sollte bereits am 1. Februar ein neues Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit geschaffen werden. Damit sollte auch die Bearbeitung beschleunigt werden. Das sei aus organisatorischen Gründen nicht gelungen, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Pähle.

KI soll Anträge vorsortieren

Die SPD setzt auf Digitalisierung. In einem ersten Schritt werde eine einfache Prüfung mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz viele Anträge vorsortieren und bearbeiten, sagte Pähle.

Für die endgültige Entscheidung ist allerdings eine versorgungsmedizinische Bewertung notwendig. Diese darf nur von speziell qualifizierten Ärztinnen und Ärzten vorgenommen werden. Bundesweit sind solche Fachkräfte knapp. Nach Angaben der CDU hat es Gespräche mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen gegeben.

Neue Behörde soll Hauptsitz in Halle haben

Kritik kommt von der Linksfraktion. "Unsere größte Sorge ist tatsächlich jetzt erst mal, dass es noch zu einer weiteren Verzögerung kommt", sagte Fraktionsvorsitzende Eva von Angern. Dies sei für die Betroffenen höchst problematisch. Zudem werde kein zusätzliches Personal bereitgestellt.

Mit dem neuen Amt möchte das Land Aufgaben bündeln und Verfahren beschleunigen. Es soll seinen Hauptsitz in Halle erhalten, Nebenstellen sind in Magdeburg und Dessau-Roßlau geplant.

Quelle: dpa

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