Sachsen-AnhaltEntwarnung nach Quecksilber-Fund in Altmark

Im Salzwedeler Ortsteil Cheine wurde im Boden Quecksilber entdeckt. Jetzt liegen die Ergebnisse zu den untersuchten Urinproben von Anwohnern vor.
Salzwedel/Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem Fund von Quecksilber auf einer Straße im Salzwedeler Ortsteil Cheine sind bei den Anwohnern keine erhöhten Werte gemessen worden. Die Untersuchung von Urinproben habe keine Hinweise auf eine gesundheitlich relevante Quecksilberbelastung ergeben, teilte der Altmarkkreis Salzwedel mit. Die festgestellten Konzentrationen entsprechen demnach einer niedrigen, üblichen umweltbedingten Hintergrundbelastung.
Aus umweltmedizinischer Sicht bestehe kein weiterer Handlungsbedarf. Allerdings seien vorsorgliche Nachuntersuchungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner ab Anfang Mai vorgesehen.
Auch Probe in Grundwasser unauffällig
Unauffällig sei auch die Probe der Grundwassermessstelle des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Im Vergleich mit den Werten von vor dem Ereignis sei keine erhöhte Konzentration festzustellen.
In Cheine war auf einer Straße flüssiges Quecksilber entdeckt worden. In einer Tonne abgesaugten Materials mit Sediment und Steinen fanden sich nach Angaben des Landkreises zwischen 200 und 300 Milliliter reines Quecksilber.