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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen

17.03.2026, 17:10 Uhr
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Mit rund 1,4 Millionen Passagieren und 295 Schiffsanläufen baut Hamburg seine Spitzenstellung als Kreuzfahrthafen aus. Was sich für Gäste, Umwelt und die Stadt verändert hat.

Hamburg (dpa/lno) - Die Hansestadt Hamburg hat ihre Position als führender Kreuzfahrthafen in Deutschland ausgebaut. So verzeichnete die Stadt im vergangenen Jahr etwa 1,4 Millionen Kreuzfahrtpassagiere – rund 100.000 mehr als im Jahr zuvor, wie Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) mitteilte.

Passagierstärkster Kreuzfahrthafen in Deutschland

Insgesamt seien an Deutschlands passagierstärkstem Kreuzfahrthafen 295 Schiffsanläufe registriert worden – 29 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der verschiedenen Kreuzfahrtschiffe lag den Angaben zufolge bei 46, darunter 3 Erstanläufe.

In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 331 Schiffsanläufen. Zudem seien zusätzlich 47 Anläufe von Flusskreuzfahrtschiffen geplant. Außerdem würden 8 Erstanläufe erwartet. Den Angaben zufolge verbringen inzwischen 38 Prozent aller Kreuzfahrtgäste mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Reise in Hamburg. Das sei im Vergleich zu 2016 eine Verdoppelung.

Kreuzfahrer lassen im Schnitt 134 Euro in Hamburg

Im Schnitt gäben Kreuzfahrer, die ihre Reise in Hamburg beginnen oder beenden, in der Hansestadt 133,59 Euro aus. Mehr als 70 Prozent nutzten gastronomische, kulturelle Angebote oder gingen zum Shoppen. Hamburg verfügt über insgesamt drei Kreuzfahrtterminals: in der Hafencity, in Altona und in Steinwerder.

162 Kreuzfahrtschiffe wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr mit Landstrom versorgt und konnten deshalb während ihrer Liegezeit im Hafen die Maschinen abschalten. Das entspreche einem Anstieg von 25 Prozent und einer Versorgungsquote von 71 Prozent aller landstromfähigen Anläufe. Von diesem Jahr an sollen alle drei Terminals über Landstromanlagen verfügen – vier Jahre vor Inkrafttreten der EU-Vorgaben.

Nabu begrüßt die Landstromentwicklung

Die Umweltorganisation Nabu begrüßte die Entwicklung bei der Nutzung von Landstrom, die sich schon seit 2011 für einen Rückgang der Luft- oder CO2-Emissionen in der Kreuzfahrtbranche starkmacht. "Mit unserer beharrlichen Forderung nach mehr Gesundheitsschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner und dem Hinweis auf klimaschädliche Emissionen haben wir Wirkung erzielt", sagte Hamburgs Nabu-Chef Malte Siegert.

Heute klopften sich alle Verantwortlichen gegenseitig auf die Schulter und reklamierten den Landstromerfolg für sich. "Aber ohne den Druck aus der Zivilgesellschaft, ohne die kritisch-konstruktive Arbeit des Nabu, wäre der Kreuzfahrtstandort Hamburg heute nicht so weit", betonte Siegert.

Nabu: Fossile Treibstoffe weiter ein Problem in der Kreuzfahrt

Der Nabu kündigte an, die Kreuzfahrtbranche weiterhin im Blick zu behalten und mehr umweltfreundliche Entwicklungen einzufordern. Denn beim wichtigsten Thema – dem nahezu ausschließlichen Einsatz fossiler Kraftstoffe – zeige die Branche bisher wenig Fortschritte.

Quelle: dpa

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