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Sachsen-AnhaltSo nutzt die Polizei Drohnen in Sachsen-Anhalt

17.07.2026, 03:59 Uhr
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Ob bei Vermisstensuchen oder Großereignissen: Drohnen sind für die Polizei in Sachsen-Anhalt Alltag - doch die Technikbeschaffung ist eine Herausforderung.

Magdeburg (dpa/sa) - Eine Person wird im Wald vermisst, ein Verkehrsunfall von oben begutachtet, eine Durchsuchung aus der Luft begleitet - Drohnen kommen bei der Polizei in Sachsen-Anhalt mittlerweile regelmäßig zum Einsatz. Inzwischen gibt es in der Landespolizei 144 ausgebildete Drohnenpiloten, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte.

In den Polizeiinspektionen Magdeburg, Halle, Stendal und Dessau-Roßlau sowie der Polizeiinspektion Zentrale Dienste und dem Landeskriminalamt wird insgesamt eine zweistellige Anzahl an Drohnen verwendet. Es gibt kleinere Modelle, die etwa bei Brandermittlungen oder für Polizeiübungen gebraucht werden.

Beschaffung dauert oft Monate

Größere Drohnen werden unter anderem für Personensuchen genutzt. Sie sind häufig mit guten Kameras und Wärmebildfunktion versehen. Einige verfügen auch über Lautsprecher, über die man etwa einen gestürzten Wanderer informieren kann, dass Hilfe unterwegs ist.

Die Beschaffung neuer Drohnen dauert allerdings häufig mehrere Monate. Hintergrund seien unter anderem lange Lieferfristen der Auftragnehmer, heißt es dazu von der Polizei.

Grünen-Innenexperte Sebastian Striegel sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Beschaffung müsse angesichts der Innovationszyklen in diesem Bereich schneller und unbürokratischer erfolgen. "Dafür braucht es vor allem Personal in der Polizeiverwaltung. Der pauschale Einstellungsstopp des Finanzministers ist hier eine Katastrophe", so Striegel.

Ein Pilot, ein Beobachter

Ein Polizei-Drohnenteam besteht im Einsatz in der Regel aus zwei Personen, einem Piloten und einem Beobachter, der die Kameratechnik bedient. Die Aufteilung der Aufgaben hilft etwa bei der Begleitung von größeren Menschenansammlungen, zum Beispiel bei Fußballspielen.

"Sachsen-Anhalt braucht mehr Personal zum Einsatz von Drohnen und bei der Drohnenabwehr. Dafür müssen auch die Rekrutierungsprozesse auf den Prüfstand", sagte Striegel. Statt ausschließlich Polizeivollzugsbedienstete einzusetzen, sollten verstärkt auch externe Experten gewonnen werden. "So kann der spezialisierte Personalbedarf besser gedeckt werden."

Quelle: dpa

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