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Sachsen-AnhaltStaatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft für Fotograf

25.08.2026, 15:57 Uhr
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(Foto: Heiko Rebsch/dpa)

Wegen des Vorwurfs mehrfacher Brandstiftung stehen zwei Pressefotografen in Dessau vor Gericht. Während sich einer der beiden geständig zeigte, droht dem anderen eine lange Haftstrafe.

Dessau (dpa/sa) - Im Prozess am Landgericht Dessau gegen zwei Fotografen wegen mehrfacher Brandstiftung fordert die Staatsanwaltschaft für den Jüngeren der beiden Angeklagten eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren. Der Ältere der beiden Angeklagten hatte sich eingelassen und die Vorwürfe weitgehend eingeräumt, so ein Sprecher des Gerichts. Für ihn forderte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Das Urteil des Gerichts wird am Mittwoch kommender Woche erwartet.

17 Brände und hohe Schadenssumme

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern, die als freiberufliche Pressefotografen gearbeitet haben, Brandstiftung in insgesamt 17 Fällen vor. Der 23-Jährige und der 33-Jährige sollen unter anderem Waldflächen und Lagerhallen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und umliegenden Regionen in Brand gesetzt haben. Dabei sollen sie auch in Kauf genommen haben, dass Einsatzkräfte verletzt werden könnten. Das Feuer sei so gelegt worden, dass sich die Flammen schnell ausbreiteten und die Löscharbeiten erschwert wurden. Durch die Brände ist den Angaben nach ein Sachschaden im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich entstanden.

Angeklagte sollen mit Aufnahmen der Brände gut verdient haben

Die Angeklagten waren im September 2025 festgenommen worden, nachdem sie in Raguhn von Beamten nach einem Feuer in einem leerstehenden Bahnhofsgebäude gestellt worden waren. Sie sollen ihre Bilder und Videos etwa an Zeitungen und andere Medien verkauft haben. Durch die Veröffentlichung des Materials sollen die beiden Männer Einnahmen im mittleren vierstelligen Bereich erzielt haben. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: dpa

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