Sachsen-AnhaltStudie: Hauskauf in Sachsen-Anhalt vergleichsweise günstig

Wo lässt sich der Traum vom Eigenheim noch finanzieren? Eine neue Studie zeigt große regionale Unterschiede – und Sachsen-Anhalt schneidet dabei überraschend gut ab.
Magdeburg/München (dpa/sa) - Wer sich den Traum vom eigenen Einfamilienhaus erfüllen will, findet in Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich besonders günstige Bedingungen. Im Erschwinglichkeitsindex des Kreditvermittlers Interhyp und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erreicht das Land einen Indexwert von 140 und liegt damit nur knapp hinter Schleswig-Holstein und dem Saarland mit jeweils 141 Punkten.
Sachsen-Anhalt gehört zur Spitzengruppe
Der Index setzt die monatliche Kreditrate für ein typisches Einfamilienhaus ins Verhältnis zum Einkommen eines Modellhaushalts mit zwei Kindern. Als erschwinglich gilt Wohneigentum, wenn die monatliche Belastung höchstens 35 Prozent des Nettoeinkommens beträgt. In Sachsen-Anhalt liegt sie laut Studie im Schnitt nur bei etwa einem Viertel des Einkommens.
Anhalt-Bitterfeld liegt im Land vorn
Besonders günstig ist der Hauskauf innerhalb Sachsen-Anhalts im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Mit einem Indexwert von rund 174 zählt der Kreis bundesweit zu den erschwinglichsten Regionen. Ebenfalls weit vorn liegen Stendal, der Salzlandkreis und Mansfeld-Südharz. Vergleichsweise am teuersten sind Einfamilienhäuser innerhalb Sachsen-Anhalts in Halle und Magdeburg. Doch auch dort muss der zugrunde gelegte Musterhaushalt nach der Berechnung weniger als 35 Prozent seines Nettoeinkommens für die monatliche Kreditrate aufbringen.
Große Unterschiede zwischen Stadt und Land
Nach Einschätzung der Studienautoren profitieren vor allem ländliche und strukturschwächere Regionen von vergleichsweise moderaten Kaufpreisen. In den großen Metropolen und ihrem Umland sei Wohneigentum dagegen vielerorts kaum noch erschwinglich. Während der Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein als günstigste Region gilt, bildet der oberbayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen das andere Ende der Skala.
Der bundesweite Durchschnittswert liegt bei 103 Punkten. Nach Einschätzung der Studienautoren dürfte sich Warten auf bessere Kaufbedingungen für viele Interessenten allerdings kaum lohnen. "Ich rechne weder mit spürbar besseren Finanzierungskonditionen noch mit einem massiven Rückgang bei den Preisen", wird IW-Ökonom Michael Voigtländer in der Interhyp-Mitteilung zitiert.