Sachsen-AnhaltWeniger Staus auf Sachsen-Anhalts Autobahnen

Immer mehr Lastwagen und große Baustellen sind Gründe für regelmäßig verstopfte Autobahnen. Der ADAC bilanziert für 2025 weniger Staus. Ein Tag im Sommer sticht in der Bilanz besonders heraus.
Magdeburg (dpa/sa) - Auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt haben sich im vergangenen Jahr weniger Staus gebildet als 2024. Zwischen Januar und Dezember wurden auf den Schnellstraßen im Land 6.299 Staus registriert, 465 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie aus der Bilanz des Automobilclubs ADAC für das Jahr 2025 hervorgeht. Die Fahrzeuge stauten sich demnach auf eine Länge von fast 13.500 Kilometern, 1.170 Kilometer weniger als 2024. Mit 5.802 Stunden verringerte sich die Wartezeit in den Autoschlangen um 824.
Nadelöhr A2 bis August
Dem ADAC zufolge stauten sich die Fahrzeuge auf der A2 auf einer Gesamtlänge von rund 6.200 Kilometern (2024: 7.562). Gezählt wurden 2.020 Staus (2.479). Grund für den Rückgang war das Ende der Baumaßnahme zwischen Magdeburg und Braunschweig in Höhe Marienborn zum Ende des Sommers, hieß es. Die A2 war den Angaben zufolge auch der Ort für die längsten Einzelstaus. Durch die Großbaustelle wuchs die Blechlawine etwa am 16. Juni auf eine Länge von 29 Kilometern an.
Der stetig wachsende Schwerlastverkehr und Baumaßnahmen auf der A9 waren laut ADAC die Hauptgründe für 2.035 Staus und 3.384 Staukilometern auf dieser Route. Auf der A14 ist der Abschnitt in Richtung sächsischer Landesgrenze ein Stauschwerpunkt, wie es hieß.
Mehr als 100 Staus an einem Sommertag
Die meisten Staus auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt habe es mit 109 am 1. Juli gegeben. Obwohl es ein Dienstag gewesen war, seien 69 Staustunden zusammengekommen. Die Autoschlangen summierten sich an diesem Sommertag laut ADAC auf 711 Kilometern. Am 6. Juni hätten 27 Staus insgesamt 53 Stunden Stillstand verursacht, hieß es.
Der ADAC erwartet für dieses Jahr eine "moderate Zunahme des Verkehrsaufkommens" und mehr Staus. Großbaustellen etwa wegen der nötigen Modernisierung hunderter maroder Autobahnbrücken würden zusätzlich für Staus sorgen. Um das Autobahnnetz fit für die Zukunft zu machen, seien solche Maßnahmen aber alternativlos, hieß es.