Sachsen-AnhaltZukunftszentrum braucht immer mehr Mitarbeitende

Das Zentrum soll ein Ort für internationalen Austausch werden. Bald will das Team mit ersten großen Projekten an die Öffentlichkeit. Welche Veränderungen das Zentrum nach Halle bringt.
Halle (dpa/sa) - Das Team des bundesweiten Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation soll in den nächsten Jahren deutlich wachsen. "Wenn das neue Gebäude steht, sollen darin bis zu 200 Menschen arbeiten", sagte der Chef des Zentrums, Holger Lemme, der Deutschen Presse-Agentur. Etwa die Hälfte der Menschen solle fest bei der Gesellschaft angestellt sein. "Dazu kommen Projektmitarbeitende und Dienstleister."
Derzeit besteht das Team Lemme zufolge aus zwölf Mitarbeitenden. Ende dieses Jahres sollen es 30 Menschen sein, die für unterschiedliche Aufgaben - unter anderem die Koordination geplanter Projekte - zuständig sind.
Nicht nur ein Neubau
Das Zentrum soll ein Ort für die Transformationserfahrungen der Menschen in mittel- und osteuropäischen Ländern seit 1989/1990 sein – sie dokumentieren, archivieren und in unterschiedlicher Art verarbeiten. Ab Herbst soll es einen "mobilen Raum", möglicherweise einen Bus oder einen Anhänger, geben, um unterwegs mit Menschen ins Gespräch zu kommen, kündigte Lemme an.
Das neu gebaute Zentrum am Riebeckplatz in zentraler Lage in Halle soll künftig rund 14.000 Quadratmeter für Forschung, Ausstellung und Dialog bieten. Wer in Zukunft mit dem Zug nach Halle kommt, wird das Zentrum schon beim Einfahren in den Bahnhof durch das Fenster sehen können. "Die Hochbauten werden schon von der Autobahn und dem Zug heraus zu sehen sein und zahlreiche Gäste aus aller Welt anziehen", sagte Lemme. An dem Platz nahe dem Hauptbahnhof der Saalestadt soll auch ein neues Hotel gebaut werden.
Noch kein Datum für Eröffnung
Der Riebeckplatz soll in den kommenden Jahren völlig neu gestaltet werden. Erste Pläne wurden bereits präsentiert. Während der Arbeiten für die Neubauten könnte es auch zu Einschränkungen im Verkehr kommen, so Lemme. Damit das Zukunftszentrum dort stehen kann, wo es stehen soll, muss auch eine Straße umgelegt werden. "Sicherlich wird es während der Bauzeit hin und wieder zu Einschränkungen kommen, aber die Verkehrsplanung der Stadt Halle wird diese auf das Minimum beschränken", sagte der gebürtige Hallenser.
Wann das Zentrum eröffnet werden soll und wie hoch die Kosten aktuell schätzungsweise sein werden, ist einer Sprecherin des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zufolge derzeit in Abstimmung. Früheren Angaben nach soll der Bau 2030 fertig sein. Der Bund stellt rund 200 Millionen Euro für die Gesamtbaukosten bereit.