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Sachsen-AnhaltZuzug nach Sachsen-Anhalt verliert weiter an Schwung

22.06.2026, 13:10 Uhr
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Mehr Menschen ziehen weiterhin nach Sachsen-Anhalt als weg. Das Plus schrumpft jedoch seit Jahren und lag 2025 nur noch bei knapp 8.000 Menschen.

Halle (dpa/sa) - Der Zuzug nach Sachsen-Anhalt verliert an Schwung. Im vergangenen Jahr kamen deutlich weniger Menschen ins Land als noch vor wenigen Jahren. Trotzdem zogen auch 2025 mehr Menschen nach Sachsen-Anhalt als weg. Unter dem Strich gewann das Land dadurch knapp 8.000 Einwohner hinzu. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor.

Insgesamt zogen 2025 rund 62.200 Menschen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland nach Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig verließen gut 54.300 Menschen das Bundesland. Damit verzeichnete Sachsen-Anhalt bereits das zwölfte Jahr in Folge mehr Zu- als Fortzüge.

Der Zugewinn fällt allerdings seit mehreren Jahren kleiner aus. 2024 lag das Plus noch bei knapp 12.900 Menschen, 2023 bei gut 16.000. Im Rekordjahr 2022 waren infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sogar mehr als 40.000 Menschen zusätzlich nach Sachsen-Anhalt gezogen.

Nach Angaben des Landesamtes gingen die Zuzüge im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Fortzüge leicht an.

Internationale Zuwanderung sorgt für das Plus

Der Einwohnerzuwachs geht vor allem auf Menschen aus dem Ausland zurück. Bei deutschen Staatsangehörigen hielten sich Zu- und Fortzüge dagegen nahezu die Waage.

Die größten Wanderungsgewinne verzeichnete Sachsen-Anhalt gegenüber der Ukraine. Auch aus Indien und Syrien kamen deutlich mehr Menschen ins Land als fortzogen.

Harz vorn, Burgenlandkreis im Minus

Fast alle Regionen Sachsen-Anhalts profitierten von mehr Zu- als Fortzügen. Den größten Zuwachs verzeichnete der Landkreis Harz, gefolgt von Magdeburg. Auch die Landkreise Börde und Jerichower Land sowie die Stadt Halle legten zu. Einzig der Burgenlandkreis verbuchte einen leichten Wanderungsverlust.

Zu den Ursachen der Entwicklung äußerte sich das Statistische Landesamt nicht. Die Wanderungsstatistik erfasst Zu- und Fortzüge, nicht jedoch die individuellen Gründe für einen Wohnortwechsel.

Quelle: dpa

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