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SachsenAutobahn-Schnellladenetz in Sachsen wächst

09.09.2026, 17:26 Uhr
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Erstmals gibt es in Sachsen Schnellladeparks für E-Autos an unbewirtschafteten Rastanlagen. Bis Jahresende sollen sechs weitere Standorte folgen.

Schönfeld (dpa/sn) - Das Schnellladenetz für E-Autos in Sachsen wächst: An der A13 nördlich von Dresden haben die ersten Schnellladeparks an unbewirtschafteten Rastanlagen im Freistaat eröffnet. Auf den Parkplätzen Wiesenholz Ost und West bei Schönfeld (Landkreis Meißen) können Elektrofahrzeuge nun an je sechs Ladepunkten pro Fahrtrichtung schnell geladen werden, wie Florian Schaller, Projektleiter beim Betreiber TotalEnergies bei der Eröffnung sagte. Der Bau habe etwa ein Jahr gedauert.

Es sind die ersten von insgesamt acht geplanten Schnellladeparks an unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen in Sachsen. Noch bis Ende des Jahres sollen die restlichen sechs ans Netz gehen, jeweils an drei Standorten mit einem Ladepark pro Fahrtrichtung. "Diese Schnellladesäulen sind mit 2 Steckern ausgestattet und erlauben wahlweise bis zu 200 Kilowatt pro Stecker, wenn 2 Autos laden, oder in dem Moment, wo nur ein Stecker benutzt wird, kann ich sogar bis 300 Kilowatt laden", erläuterte Projektingenieur Andreas Hartge, der bei der Autobahn GmbH die Ladestandorte in Sachsen betreut.

Zehn Minuten Laden für 300 bis 500 Kilometer Reichweite

Vorteile bieten sie vor allem für Fahrer, die auf längeren Strecken unterwegs sind und nach einer kurzen Pause ihre Reise fortsetzen wollen: Ein Mittelklassewagen kann den Angaben nach binnen zehn Minuten je nach Verbrauch mit Strom für 300 bis 500 Kilometer geladen werden. Ähnlich wie bei klassischen Tankstellen für Benzin und Diesel liegen die Preise allerdings an den Raststätten etwas über dem Niveau abseits der Autobahn. Wie lange genau das Laden dauert, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: "Die Autobatterie ist im Dialog mit der Säule, dabei wird die Art der Aufladung festgelegt", so Hartge. Auch Umweltbedingungen würden dabei eine Rolle spielen, so lasse sich eine warme Batterie schlechter aufladen als eine kalte.

Der Ladepark ist Teil eines deutschlandweiten Netzes, das 9.000 zusätzliche Schnellladepunkte schaffen soll. An den Autobahnen sind davon langfristig insgesamt 4.000 geplant. Alle zehn Fahrminuten sollen künftig Ladesäulen zu erreichen sein. Von den geplanten 900 Standorten entstehen 200 an unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen.

Quelle: dpa

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