SachsenBrand bei Plauen unter Kontrolle - Hubschrauber hilft erneut

Über Nacht konnte der Waldbrand bei Plauen in Schach gehalten werden. Doch wie lange der Einsatz vor Ort noch andauert, ist völlig offen.
Plauen (dpa/sn) - Den Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis konnte die Feuerwehr auch über Nacht weiter unter Kontrolle halten. Ein weiteres Aufflammen sei verhindert worden. Es gebe weniger offene Flammen, sagte der Fachbereichsleiter Brandschutz und Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Plauen, Patrick Heinritz. Dennoch soll für den schwer zugänglichen Hangbereich heute erneut ein Löschhubschrauber zum Einsatz kommen. Zudem kam in der Nacht das Technische Hilfswerk (THW) mit 50 Einsatzkräften hinzu, um eine feste Wasserversorgung aufzubauen, heißt es von der Stadt Plauen in einer aktualisierten Mitteilung.
Generell werde der Brand derzeit mit "viel Handarbeit mit Schaufeln und Hacken" bekämpft, sagte Heinritz weiter. Damit sollten Glutnester freigelegt und erstickt werden. Eine Drohne mit Wärmebildkamera ist den Angaben nach permanent im Einsatz und soll die Einsatzkräfte unterstützen.
Etwa 180 Einsatzkräfte befinden sich laut der Stadt Plauen zu Spitzenzeiten vor Ort. Schwerwiegende Verletzungen seien trotz der hohen körperlichen Belastung aber nicht zu beklagen. Zwei Einsatzkräfte wurden jedoch "aufgrund leichter Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt".
Einsatzdauer wetterabhängig
Noch immer sei nicht abschätzbar, wie lange die Bekämpfung des Waldbrandes noch dauern werde. Das sei weiterhin stark "wetterabhängig", so Heinritz. "Die Nacht war kalt und feucht. Das ist gut für uns." Hitze und Trockenheit würden hingegen die Löscharbeiten erschweren. Für den Donnerstag prognostiziert der Deutsche Wetterdienst in Sachsen warmes bis heißes Wetter und Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius bei schwachem Wind.
Brandort schwer zugänglich
Das Feuer war am Dienstagabend im Gebiet "Schwarzes Holz" ausgebrochen. Betroffen sind etwas mehr als sieben Hektar Waldfläche, die wegen der Hanglage und des vielen Unterholzes schwer zugänglich seien. Zudem liege der Einsatzort in einem Trinkwasserschutzgebiet, weshalb der Einsatz von Löschschaum nicht möglich sei, so die Stadt Plauen in der Mitteilung weiter. "Die Bekämpfung erfolgt ausschließlich mit Wasser und per Handarbeit."
Die Brandursache ist noch unklar. Die Stadt sprach bereits zuvor von einem der größten Brände der letzten Jahrzehnte in der Region. "Wir reden hier von dem größten Brandereignis, das wir in den Wäldern und auf den Feldern in den letzten 30 Jahren hatten", hatte Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) gesagt.