SachsenGrippewelle in Sachsen: Infektionszahlen auf hohem Niveau

In Sachsen breiten sich Grippe und RSV weiter aus. Besonders Kleinkinder und ältere Erwachsene sind betroffen. Die aktuellen Infektionszahlen und Entwicklungen im Überblick.
Dresden (dpa/sn) - Die Erkältungswelle nimmt in Sachsen weiter an Fahrt auf. Die Infektionszahlen bei den Atemwegserkrankungen befinden sich auf einem hohen Niveau, wie aus dem jüngsten Bericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hervorgeht. Besonders Influenzaviren zirkulieren demnach aktuell stark.
Seit Herbst fast 100 Menschen an Influenza gestorben
Weiterhin sind alle Altersgruppen betroffen, Kleinkinder und Grundschüler sowie ältere Erwachsene steckten sich zuletzt jedoch besonders oft an. Laut Berichten der Gesundheitsämter häufen sich Infektionen vor allem in Altenheimen, Krankenhäusern und Kindereinrichtungen. Vom 26. Januar bis 1. Februar wurden in Sachsen rund 3.400 neue Influenza-Fälle gemeldet. Das waren etwa fünf Prozent mehr als in der Vorwoche. Seit Saisonbeginn Ende September sind 95 Menschen zwischen 58 und 100 Jahren an einer Grippeerkrankung gestorben.
RSV-Fälle nehmen weiter stark zu
Bei den RSV-Infektionen setzte sich der Anstieg laut LUA fort. Die Epidemiologen berichteten von rund 450 neuen Nachweisen - ein Anstieg von 37 Prozent verglichen mit der Vorwoche. Es infizieren sich erwartungsgemäß weiterhin vor allem Kleinkinder. Jedoch wurden zuletzt auch viele Erkrankungen bei älteren Erwachsenen diagnostiziert. So handelt es sich beim ersten RSV-Todesfall der Saison um einen 81-Jährigen, der zugleich mit Pneumokokken-Nachweis infiziert war.
Corona auf deutlich niedrigerem Niveau
Das Coronavirus SARS-CoV-2 liegt mit rund 250 neuen Fällen auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Influenza und RSV. Die meisten Erkrankungsfälle werden konstant in den Altersgruppen der Erwachsenen und Senioren registriert. Seit Beginn der Corona-Welle im Herbst wurden 113 Covid-19-Todesfälle erfasst. Dies betraf Menschen im Alter von 53 bis 99 Jahren.