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SachsenLandesbühnen Sachsen planen 23 Premieren für neue Saison

09.09.2026, 13:06 Uhr
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Von Märchen bis Musical: Die Landesbühnen Sachsen bringen in der neuen Saison 23 Neuproduktionen heraus – auch in Klassenzimmern und an ungewöhnlichen Orten.

Radebeul (dpa/sn) - Die Landesbühnen Sachsen in Radebeul sind weiter als Reisetheater überall im Freistaat präsent. "Eine Landesbühne für Sachsen und alle gemeinsam für ein Theater, dass die Menschen verbindet", brachte es Intendant Manuel Schöbel bei der Vorstellung der neuen Saison auf den Punkt. An über 30 Orten würden die gut 240 Mitarbeiter des Hauses dazu beitragen, Kultur erlebbar zu machen. "Dabei trifft Tradition Moderne, das klassische Drama auf den zeitgenössischen Tanz, die Marionette auf das Musical, Gefühle auf Zahlen und natürlich Technik auf Kunst und Handwerk auf Verwaltung."

23 Premieren in der neuen Spielzeit

Für die neue Spielzeit kündigte Schöbel 23 Premieren an. Neben Klassikern wie Bertolt Brechts "Kaukasischem Kreidekreis", der Puccini-Oper "Tosca" und der "Schönen Helena" von Jacques Offenbach stehen mehrere Märchen für Kinder und die ganze Familie sowie drei Tanztheaterproduktionen auf dem Programm. Im Musiktheater gibt es zwei Uraufführungen - die Kinderoper "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Eva Kuhn und als Auftragswerk "Tenochtitlan" von Ludger Vollmer, das zusammen mit Mauricio Kagels "Mare Nostrum" an einem Abend gezeigt wird.

Schwelle zum Theater soll niedrig bleiben

Man wolle die Schwelle zum Theater nicht nur niedrig halten, sondern abschleifen, sagte Schöbel. Als Motto für die Saison wurde ein leicht abgewandelter Spruch der Musketiere gewählt, die im Laufe der Spielzeit in Aktion treten: "Eine für alle und alle für einen". Spielorte sind neben dem Stammhaus in Radebeul und der Felsenbühne Rathen unter anderem das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, das König Albert Theater in Bad Elster, das Theater Meißen, die Kulturfabrik Hoyerswerda und Schloss Moritzburg. Auch in Klassenzimmern wird Theater gemacht.

Felsenbühne Rathen soll nach 2027 wieder bespielbar sein

Artemis Willms, Kaufmännische Direktorin der Landesbühnen, ging auf die schweren Verwüstungen der Felsenbühne bei einem Unwetter Anfang August in Rathen ein. Dabei war ein Mensch ums Leben gekommen und zwei weitere schwer verletzt worden. Willms räumte ein, dass der Zeitpunkt des Unglücks noch glücklich gewesen sei. Die Sturmböe sei vor Beginn der Vorstellung über den Wald am Amselsee hinweggefegt, es seien erst sehr wenige Menschen auf dem Weg zur Felsenbühne gewesen und deshalb nicht verletzt worden.

Willms zufolge sind die Aufräumarbeiten in Rathen noch nicht abgeschlossen. "Es sieht jetzt ein bisschen kahler aus als vorher, aber die Natur wird sich da schon wieder erholen". Als Ausweichspielstätten nutzten die Landesbühnen seither Spielstätten in Dresden. Im kommenden Jahr soll aber wieder alles beim Alten sein. Intendant Schöbel kündigte zwei Neuproduktionen auf der Felsenbühne an: "Tom Sayer" nach dem gleichnamigen Buch von Mark Twain und "Die drei Musketiere" als Musical.

Kretschmer: Landesbühnen sorgen für höchsten Theaterglanz

Im Programmheft für die neue Saison kommt auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu Wort: "Bei den Landesbühnen Sachsen hat sich eine schier unerschöpfliche Erfahrung angesammelt, charakteristische Orte auszufüllen ebenso wie zunächst unscheinbaren Orten höchsten Theaterglanz zu verleihen." Genauso aufmerksam, wie man mit dem "Spirit der Orte" umgehe, spreche das Haus die Generationen mit geeigneten Stücken und altersgerechten Inszenierungen an. "So offen das Ensemble für Orte und Publikum ist, so undogmatisch geht es an Stücke und Interpretationen heran."

Zuschauerzahl leicht gestiegen

Bei den Zuschauerzahlen sei man ziemlich stabil, sagte Schöbel. In der vergangenen Spielzeit absolvierten die Landesbühnen 820 Vorstellungen, darunter 225 im Stammhaus. Die Zahl von reichlich 185.500 Zuschauern liegt leicht über der Zahl der vorigen Saison.

Quelle: dpa

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