SachsenLöhne steigen - aber Sachsen im Ländervergleich weit hinten

Die Beschäftigten in Sachsen haben 2025 im Schnitt mehr verdient als im Jahr davor. Warum trotzdem weiter eine große Lücke zu den westdeutschen Bundesländern klafft.
Chemnitz (dpa/sn) - Die Löhne in Sachsen steigen, bleiben aber weiter deutlich unter dem Niveau der wirtschaftsstarken westdeutschen Bundesländer. Nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit lag das mittlere Bruttomonatsentgelt (Median) der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten 2025 bei 3.588 Euro - sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Damit verdienten Beschäftigte im Freistaat knapp 630 Euro weniger als im Bundesschnitt.
Nach wie vor wirkt sich nach Einschätzung der Regionaldirektion die kleinteilige Wirtschaftsstruktur in Sachsen auf das Einkommen aus. Es gebe weniger große Betriebe, die oft tarifgebunden seien und deshalb meist auch höhere Löhne zahlten. "Auch Konzernsitze und gut bezahlte Forschungs- und Entwicklungsbereiche sind in Sachsen im Vergleich zu westlichen Regionen weniger präsent."
Viertletzter Platz im Bundesländervergleich
Im Bundesländerranking lag Sachsen auf dem viertletzten Platz. Nur in Thüringen (3.508 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (3.497 Euro) und Sachsen-Anhalt (3.363 Euro) war der Medienlohn noch etwas niedriger. Am besten verdienen die Menschen in Hamburg (7.768 Euro), Baden-Württemberg (4.546 Euro) und Hessen (4.530 Euro).
Unterschiede gibt es aber auch zwischen den sächsischen Regionen. In den drei Großstädten waren die Medianlöhne höher als in den Landkreisen. An der Spitze lag Dresden mit 4.182 Euro, gefolgt von Leipzig 4.026 Euro und Chemnitz 3.794 Euro. Schlusslicht war der Erzgebirgskreis mit 3.116 Euro.