SachsenNationalbibliothek nimmt 182 Berichte zum Hamas-Terror auf

Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ergänzt ihre Sammlung um 182 Berichte von Überlebenden und Zeugen des Hamas-Terrors. Was die Zeitzeugnisse vermitteln.
Leipzig (dpa/sn) - Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas in Israel hat die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig 182 Berichte von Überlebenden und Zeugen in ihre Sammlung aufgenommen. Zeitzeugnisse eröffnen persönliche Zugänge zur Geschichte, sie machen individuelle Lebenswege und Erfahrungen nachvollziehbar und sensibilisieren für Verfolgung, Ausgrenzung und Gewalt, teilte die Nationalbibliothek mit.
In den Lesesälen in Leipzig können mehr als 50.000 Interviews aus dem Visual History Archive der USC Shoah Foundation recherchiert und eingesehen werden. In dieser Sammlung dokumentiert die Stiftung die Erfahrungen von Menschen, die seit 1945 von Antisemitismus betroffen waren.
Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe; es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.