SachsenRKI: Hunderte Hitzetote diesen Sommer in Sachsen

In Sachsen sind in diesem Sommer laut dem Robert Koch-Institut bereits mehr als 400 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben – mehr als in fast jedem Jahr der letzten Dekade.
Chemnitz/Berlin (dpa/sn) - Die Hitzewelle hat diesen Sommer in Sachsen schon Hunderte Todesopfer gefordert – und es bleibt heiß. Nach neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wird bis zur 30. Kalenderwoche Ende Juli von etwa 410 Hitzetoten im Freistaat ausgegangen. Das sind deutlich mehr, als in neun der vergangenen zehn Jahre jeweils im gesamten Jahr gezählt worden waren. Einzig für 2018 wird mit schätzungsweise 560 hitzebedingten Todesfällen eine insgesamt höhere Zahl ausgewiesen.
Deutschlandweite Zahlen noch höher als zuvor
Bundesweit hat die Hitze tödliche Folgen in bisher unbekanntem Ausmaß: Allein durch die heftige Hitzewelle Ende Juni sind nach Schätzungen des RKI fast 10.000 Menschen gestorben. Rund 9.600 hitzebedingte Sterbefälle gingen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen Wochenbericht.
Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bundesweit damit auf schätzungsweise 11.900. Die Gesamtzahl könnte sogar noch höher liegen: Dem RKI zufolge handelt es sich um eine konservative Schätzung. In jedem Fall sind in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen wegen der Hitze gestorben als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.