ThüringenPolizei sucht Zeugin nach tödlicher Messerattacke

Ein Streit in Bad Langensalza eskaliert, ein Mann stirbt. Die Polizei sucht weiter nach einer wichtigen Zeugin. Warum die Ermittler besonders auf ihre Aussage hoffen.
Bad Langensalza (dpa/th) - Nach einer tödlichen Messerattacke in Bad Langensalza (Unstrut-Hainich-Kreis) sucht die Polizei nach einer möglichen wichtigen Zeugin. Bei der gewaltsamen Auseinandersetzung in der Innenstadt war am 24. Juni ein 25 Jahre alter Mann tödlich mit einem Messer verletzt worden. Zwei 26 und 19 Jahre alte Syrer kamen daraufhin in Untersuchungshaft. Der Jüngere wurde nach Auskunft der Staatsanwaltschaft inzwischen jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittler versuchen derzeit, den Ablauf der Tat anhand von Zeugenaussagen möglichst genau zu rekonstruieren, wie die Polizei nun mitteilte. Im Zuge der Ermittlungen sei ein Video gesichert worden, auf dem Sequenzen verschiedener Handlungen nach der Tat zu sehen seien. In diesen sei eine Frau in einem grünen Kleid aufgefallen. Sie könnte nach Einschätzung der Ermittler wichtige Angaben zum Tatgeschehen machen. Die bisherigen Ermittlungen zu ihrer Identität seien erfolglos geblieben. Die Polizei bittet die Frau, sich zu melden.
Streit in Eiscafé eskalierte
Zu der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten kam es nach früheren Angaben auf dem Augustinerplatz, nachdem sich zwei Personen in einem dortigen Eiscafé zur Klärung eines geschäftlichen Konflikts getroffen hatten. Der Streit eskalierte dann im Anschluss. Das spätere Todesopfer war nach damaligen Polizeiangaben einem der Beteiligten zu Hilfe geeilt. Der 19-Jährige soll ihn daraufhin festgehalten und der 26-Jährige ihm mit einem Messer in die rechte Brust gestochen haben. Das Opfer, ein 25-Jähriger, wurde dabei so schwer verletzt, dass es wenig später im Krankenhaus starb.