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SachsenSachsen will Handwerk mit neuem Aktionsplan stärken

25.06.2026, 17:20 Uhr
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Mit einem neuen Aktionsplan will Sachsen das Handwerk stärken: Mehr Geld für Ausbildung, weniger Bürokratie und höhere Meisterboni stehen im Fokus.

Dresden (dpa/sn) - Das sächsische Handwerk kann fortan auf einen Aktionsplan der Politik bauen. Der von der CDU-SPD-Minderheitskoalition und den Grünen eingebrachte Plan wurde vom Landtag in Dresden einstimmig beschlossen. In einem Schwerpunkt geht es darum, die Ausbildung zu stärken. Dafür soll Geld in überbetriebliche Ausbildungszentren fließen. "Digitalisierung, neue Werkstoffe, Energieeffizienz: Wer die Fachkräfte von morgen ausbilden will, muss heute investieren", sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD).

Meisterbonus steigt auf 3.000 Euro

Auch die Attraktivität der beruflichen Bildung soll sich verbessern, der Meisterbonus auf 3.000 Euro steigen. "Meisterinnen und Meister sind für die sächsische Wirtschaft unverzichtbar. Sie gründen oder übernehmen Betriebe, schaffen Arbeitsplätze und sichern den eigenen Fachkräftenachwuchs über die duale Ausbildung", so Panter. Er verwies auf den demografischen Wandel. Fast 40 Prozent der sächsischen Betriebsinhaber seien älter als 55 Jahre. In den kommenden zehn Jahren stünden rund 19.000 Betriebsübergaben an.

Frühzeitige Berufsorientierung

Ein weiterer Fokus liegt auf der frühzeitigen Berufsorientierung. Praxisnahe Angebote wie Werkstatttage und Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben sollen ausgebaut werden. Zudem begrüßt die Staatsregierung Initiativen wie ein freiwilliges Jahr im Handwerk.

Wirtschaftsminister kündigt Entlastung der Betriebe an

Panter kündigte weitere Schritte zur Entlastung der Betriebe an. "Handwerksbetriebe verbringen zu viel Zeit mit Formularen. Wir werden die Modernisierung, Digitalisierung und Entbürokratisierung deshalb konsequent fortsetzen - etwa durch das Once-Only-Prinzip und weniger Berichtspflichten." Bürger und Unternehmen müssten Daten dann nur noch einmal übermitteln.

Sächsischer Handwerkstag sieht wichtigen Impuls

Der Sächsische Handwerkstag sprach von einem wichtigen Impuls. "Es war unser Ansinnen, eine Vielzahl an Maßnahmen in einem Gesamtkonzept zu bündeln. Jetzt kommt es darauf an, die Punkte zeitnah, bürokratiearm und pragmatisch umzusetzen", betonte Andreas Brzezinski, Sprecher des Geschäftsführerkollegiums: "Die Konjunkturdaten zeigen, unter welchem immensen Druck die Unternehmen stehen. Sie brauchen bei der Bürokratie schnell Entlastung, die spürbar in den Betrieben ankommt.

Das Handwerk ist mit mehr als 54.000 Betrieben und rund 280.000 Beschäftigten ein zentraler Bestandteil der sächsischen Wirtschaft.

Quelle: dpa

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