SachsenUnwetter in Rathen: Touristen können trotzdem kommen

Ein lokal begrenztes Unwetter hinterließ im Kurort Rathen eine Schneise der Verwüstung, ein Mensch kam ums Leben. Auswirkungen auf den Tourismus gibt es jedoch kaum.
Pirna/Rathen (dpa/sn) - Die Sächsische Schweiz ist trotz des heftigen Unwetters in Rathen am vergangenen Freitag für Touristen empfangsbereit. "Es gibt lokale Einschränkungen, aber die beeinträchtigen nicht das Urlaubserlebnis", sagte Tino Richter, Chef des Tourismusverbandes für die Region, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zum Glück seien nur sehr wenige touristische Einrichtungen von den Schäden betroffen.
Fast alle Einrichtungen ohne Einschränkung nutzbar
"Neben der 'Wanderrast am Amselsee' sind nach unseren Informationen nur die Felsenbühne Rathen und die Waltersdorfer Mühle betroffen. Alle anderen Tourismusbetriebe und die vielen Gastgeber im Bereich Kurort Rathen und in der gesamten Sächsischen Schweiz sind jetzt in der touristischen Hochsaison ohne Einschränkungen für die Gäste der Region da", betonte Richter.
Man gehe davon aus, dass die Behörden mit Hochdruck daran arbeiten, die Schäden und mögliche weitere Gefahren zu beseitigen und alle Wanderwege in den nächsten Wochen Stück für Stück wieder nutzbar werden.
Aussicht von der Bastei ist möglich
"Man kann die Bastei besuchen. Man muss nur andere Wege gehen, kann nicht direkt von Rathen aus hochlaufen", sagte Richter mit Blick auf den bekanntesten Aussichtsfelsen des Elbsandsteingebirges. Unterhalb der Bastei hatte sich am Freitagabend das verheerende Unwetter abgespielt. Ein 38 Jahre alter Mann kam ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Binnen weniger Minuten hatten Sturm, Hagel und Starkregen für ein Bild der Verwüstung gesorgt.
Mitgefühl für Opfer und Dank an Einsatzkräfte
Die verheerenden Auswirkungen seien noch immer unfassbar, erklärte der Tourismusverband in einer Stellungnahme. "Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Todesopfers sowie den Verletzten, denen wir von Herzen eine rasche Genesung wünschen. Unser großer Dank gilt den Einsatzkräften von Bergwacht, Feuerwehr, Polizei, THW, Rettungsdiensten und den zuständigen Behörden. Sie haben unter extremen Bedingungen im teilweise schwer zugänglichen Gelände Großartiges geleistet."
Tourismusbranche hofft auf schnelle Normalisierung
Die Tourismusbranche hofft nun auf eine schnelle Normalisierung der Situation. Nach den Worten von Richter hat es bislang nur ganz wenige Anfragen von Gästen gegeben, die sich über die Lage vor Ort informieren wollten. Wie lange die Aufräumarbeiten in dem betroffenen Waldstück noch dauern, ist unklar.
Das Gebiet ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Das betrifft das unmittelbare Schadensgebiet rund um Rathen, den Amselgrund und Teile des Polenztals. "Alle anderen Wandergebiete, Aussichtspunkte und touristischen Angebote der Region sind absolut sicher und für Gäste ohne jegliche Einschränkungen nutzbar", hieß es.