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SachsenViele Firmen kürzen Ausbildungsplätze – Bewerber fehlen oft

31.07.2026, 13:52 Uhr
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Viele Betriebe im Raum Dresden bieten weniger Ausbildungsplätze an. Warum es immer schwieriger wird, passende Bewerber zu finden.

Dresden (dpa/sn) - Die anhaltend schlechte Geschäftslage vieler Unternehmen wirkt sich nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden inzwischen auch auf die Nachwuchsplanung aus. Bei einer Umfrage unter 263 Firmen im IHK Bezirk Dresden meldete rund ein Drittel ein reduziertes Angebot an Ausbildungsplätzen, wie die Kammer mitteilte. Etwa die Hälfte halte es konstant, lediglich 12 Prozent weiteten das Angebot aus. Zugleich konnten 52 Prozent der Befragten nicht alle angebotenen Plätze besetzen.

Häufig fehlen die passenden Bewerbungen - Defizite an Kenntnissen

"Doch auch dort, wo Unternehmen ausbilden wollen, fehlen häufig passende Bewerbungen. So erhielten 18 Prozent gar keine Bewerbungen auf ihre Angebote. Zugleich sieht eine große Mehrheit der Betriebe Defizite bei der Ausbildungsreife junger Menschen, insbesondere in Mathematik, im wirtschaftlichen Verständnis und in der mentalen Leistungsfähigkeit", hieß es. Aspekte wie Interesse, Aufgeschlossenheit, Teamfähigkeit und Medienkompetenz würden hingegen positiv bewertet.

Firmen sehen Chance in Azubis mit ausländischen Wurzeln

Nach Angaben der IHK sieht ein wachsender Anteil der Unternehmen in Auszubildenden aus Drittstaaten eine Chance zur Fachkräftesicherung. "30 Prozent haben bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt, weitere Betriebe zeigen Interesse an einer zukünftigen Ausbildung internationaler Bewerber. Dem stehen jedoch weiterhin erhebliche Herausforderungen gegenüber. Insbesondere bürokratische Hürden, Sprachbarrieren und fehlende Rechtssicherheit erschweren die Integration internationaler Auszubildender."

Wohnraum für Lehrlinge wird zum Problem

Die Umfrage macht zudem deutlich, dass sich die Verfügbarkeit von Wohnraum sowohl für inländische wie für Bewerber mit ausländischen Wurzeln zu einem entscheidenden Faktor für die Ausbildung entwickelt, wie es hieß. Unternehmen sehen demnach Handlungsbedarf vor allem bei der finanziellen Unterstützung für Auszubildende, Vermittlungsangeboten sowie bei besseren Rahmenbedingungen für den Bau von Azubiwohnraum.

Für Torsten Köhler, Geschäftsführer für Bildung bei der IHK Dresden, verbinden sich damit zwei politische Aufgaben: "Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Politik dringend Rahmenbedingungen schaffen muss, die der Wirtschaft dabei helfen, wieder Schwung aufzunehmen." Zudem müsse die Politik Maßnahmen ergreifen, damit Berufsausbildung für Unternehmen und junge Menschen weiter an Attraktivität gewinnt.

Quelle: dpa

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