SachsenWaldbrand bei Plauen - Löscharbeiten auch am Wochenende

Seit Tagen kämpft die Feuerwehr gegen einen Waldbrand bei Plauen. "Feuer aus" können die Einsatzkräfte nach wie vor nicht melden. Wie es am Wochenende weitergehen soll.
Plauen (dpa/sn) - Der Waldbrand im "Schwarzen Holz" bei Plauen wird die Feuerwehr auch am Wochenende beschäftigen. Wenn das Feuer nicht erneut auffache oder das heiße Sommerwetter für neue Probleme sorge, solle die Zahl der Einsatzkräfte allerdings nach und nach reduziert werden, teilte die Stadt Plauen mit. Am Freitag waren rund 120 Menschen an den Löscharbeiten beteiligt.
Nach wie vor kämpfte die Feuerwehr gegen Glutnester und wieder aufflammendes Material. Das Gebiet wurde mit einer Drohne und Wärmebildern überwacht, um Glutnester gezielt aufzuspüren. Wo die Daten erhöhte Temperaturen anzeigten, platzierte die Feuerwehr gezielt einen Kreisregner, der Wasser im Kreis gleichmäßig über den Boden verteilt.
Schweres Gerät gegen brennende Baumstümpfe
Parallel gruben die Einsatzkräfte weiter die Erde um, damit das Löschwasser die tief im Boden sitzende Hitze erreichen und die Glut löschen kann. Am Freitag kam auch schweres Gerät zum Einsatz, um zum Beispiel brennende Baumstümpfe beseitigen zu können. Die betroffene Fläche liegt den Angaben nach unverändert bei rund sieben Hektar.
René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Plauen, richtete sich anlässlich des Schulanfangs mit einem eindringlichen Appell an die Anwohner: "Bitte verzichten Sie in diesem Jahr konsequent auf private Feuerwerke und Pyrotechnik. Unsere Einsatzkräfte kämpfen seit Tagen unter extremen Bedingungen gegen die Flammen und arbeiten an ihrer absoluten Belastungsgrenze."
Brandort schwer zugänglich
Das Feuer war am Dienstagabend im Gebiet "Schwarzes Holz" ausgebrochen. Betroffen ist eine Waldfläche, die wegen der Hanglage und des vielen Unterholzes schwer zugänglich ist. Zudem liegt der Einsatzort in einem Trinkwasserschutzgebiet, weshalb kein Löschschaum eingesetzt werden kann.
Das Betreten des betroffenen Waldes ist weiterhin verboten. Die Ermittlungen zur Brandursache können nach Angaben der Stadt erst beginnen, wenn das Feuer vollständig gelöscht ist. Das Waldgebiet sei derzeit noch nicht begehbar.
Die Stadt hatte von einem der größten Brände der vergangenen Jahrzehnte in der Region gesprochen. "Wir reden hier von dem größten Brandereignis, das wir in den Wäldern und auf den Feldern in den letzten 30 Jahren hatten", hatte Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) gesagt.