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SachsenWann und wo die Mondfinsternis in Sachsen zu sehen ist

26.08.2026, 04:02 Uhr
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(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Nur kurze Zeit nach der Sonnenfinsternis wartet das nächste Himmelsspektakel: Der Mond taucht am Freitag zum Teil in den Erdschatten ein. Das ist auch in Sachsen zu sehen – aber nur für Frühaufsteher.

Leipzig (dpa/sn) - Das nächste Himmels-Spektakel innerhalb von zwei Wochen ist an diesem Freitag zu bewundern. Am frühen Morgen gegen 04:30 ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Erst vor zwei Wochen, am 12. August, war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten.

Dieses Mal schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen allerdings nur 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein. Deshalb bleibt das besonders beeindruckende Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Himmelskörper tiefrot einfärbt, aus.

Die letzte totale Mondfinsternis ereignete sich Anfang September des vergangenen Jahres. Damals war es Abend. Wer die partielle Verdeckung beobachten möchte, muss früh dran sein – und den richtigen Ort wählen.

Wann findet die Mondfinsternis statt?

Am frühen Freitagmorgen. Der sichtbare Schatten ist ab 4.33 Uhr zu sehen. Um 6.12 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt. Wie lange das Phänomen zu beobachten ist, hängt vom Standort ab.

Wo kann man die Finsternis beobachten?

Am besten lässt sich der Mond an einem dunklen Platz mit freier Sicht nach Westen beobachten, also im besten Fall ohne Bäume oder Gebäude am Horizont. Vorteilhaft sind außerdem erhöhte Plätze – entweder natürliche Anhöhen oder Gebäude.

Zahlreiche Sternwarten im Freistaat öffnen in der Nacht ihre Tore. In Eilenburg gibt es in der Sternwarte Nordsachsen die "Lange Nacht der Sterne" mit Vorträgen und einem Mitternachtscafé. Zum gemeinsamen Beobachten sollte jeder aber eine wärmende Decke mitbringen. Bei bedecktem Himmel fällt das Spektakel aber aus.

Auch die Sternwarten in Rodewisch (Vogtlandkreis), Schneeberg (Erzgebirgskreis) und Radebeul bieten gemeinsames Beobachten durch die Teleskope an. Zu allen Veranstaltungen sollte man sich vorab aber anmelden.

Welchen Einfluss hat das Wetter?

Nur wenn der westliche Himmel nicht von Wolken oder Schleiern betroffen ist, gibt es freie Sicht auf den Mond. Das lässt sich nicht ganz zuverlässig vorhersagen. Zumindest am Vorabend sollten Interessierte noch einmal den Wetterbericht prüfen.

Welches Zubehör ist sinnvoll?

Eine Verdunkelungsbrille wie bei der Sonnenfinsternis braucht es nicht, dafür ist das vom Mond reflektierte Sonnenlicht zu schwach. Die Finsternis ist gut mit bloßem Auge zu sehen. Durch die sogenannte Mondtäuschung sieht der tiefstehende Mond dabei außerdem besonders groß aus.

Hobbyfotografen können ihre Teleobjektive bereithalten, um den verdeckten Mond festzuhalten. Mit Smartphones sind natürlich ebenfalls Fotos möglich. Weil das Bild insgesamt allerdings dunkel geraten dürfte, verlängert die Fotografie-Software häufig die Belichtungszeit – die Folge sind verwackelte Bilder. Abhilfe können ein Stativ oder eine sonstige feste Standhilfe bieten.

Quelle: dpa

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