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Thüringen Ausgleich für Umwelteingriffe aus Kalibergbau geplant

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Bad Salzungen (dpa/th) - Landesforstanstalt und Naturschutzverbände in Thüringen gehen beim Naturschutz gemeinsame Wege mit dem Düngemittelhersteller K+S. Zur Verbesserung des Zustands von Gewässern und Naturraum im thüringisch-hessischen Kalirevier sei eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen worden, teilten Thüringenforst, K+S, die Arbeitsgruppe Artenschutz und der Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen am Mittwoch mit. Sie solle dazu beitragen, nicht vermeidbare Eingriffe in die Natur durch den Bergbau auszugleichen. Erstes gemeinsames Vorhaben ist es, eine einst schwimmende Insel im Hautsee im Wartburgkreis wieder flottzumachen.

Die Insel in dem mehr als 500 Jahre alten See hat laut Thüringenforst im Laufe der Zeit Wurzeln im Seegrund geschlagen. Zudem trage das Gewicht von auf ihr gewachsenen Bäumen dazu bei, dass sie sich nicht mehr vom Fleck bewegen könne. Die Bäume sollen nun gefällt und abtransportiert werden. Der See liegt in einem unter Naturschutz stehenden Erdfallgebiet.

Die Kooperation solle zunächst für drei Jahre laufen, sagte Ingo Romoth, kaufmännischer Leiter des K+S-Werkes Werra am Mittwoch. Konkrete weitere Projekte seien noch nicht vereinbart. "Wir haben aber schon einige Ideen in der Pipeline." Die Entscheidung über die vom Konzern finanziell unterstützten Projekte würde gemeinsam mit dem Wartburgkreis getroffen, hieß es.

Bei Umweltverbänden und Kommunen in der Region ist bislang vor allem die Einleitung von Salzabwässern aus dem Kalibergbau in die Werra umstritten.

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