Regionalnachrichten

ThüringenDas wurde dieses Mal auf der Ursaurier-Fundstelle entdeckt

20.07.2026, 12:19 Uhr
Der-Bromacker-im-Thueringer-Wald-ist-eine-wichtige-Fossillagerstaette-wo-Forscherinnen-und-Forscher-Grabungen-durchfuehren

Welche der zahlreichen Fossilien, die das Team auf dem Bromacker zutage förderte, die Fachleute besonders beeindruckt haben.

Tambach-Dietharz (dpa/th) - 310 Mal sind Forscherinnen und Forscher auf der bekannten Fossilienfundstelle Bromacker im Thüringer Wald bei den diesjährigen Grabungen fündig geworden. "Die diesjährige Ausgrabung am Bromacker war wieder ein Riesenerfolg und hat zahlreiche neue Einblicke eröffnet", teilten die Projekt- und Grabungsleiter Tom Hübner von der Friedenstein Stiftung Gotha und Professor Jörg Fröbisch vom Museum für Naturkunde Berlin mit.

Besonders spannend ist demnach die Entdeckung zwei kleiner Schädel sowie eines seltenen Tausendfüßers. "Spektakulär ist auch die Freilegung eines neuartigen Grabgangs eines kleinen Ursauriers, der sich in einem weiten Bogen in die tieferen Schichten zieht und zu den bisher längsten Funden gehört", so die beiden weiter. Ein Grabgang ist ein Spurenfossil: Meist handelt es sich dabei um röhren- oder gangartige Hohlräume in einem Sediment, die Urzeitlebewesen etwa durch Graben geschaffen haben.

Team aus etwa 40 internationalen Fachleuten

In diesem Jahr waren die Forschenden an 19 Tagen auf dem Gelände zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha) mit Meißel, Hammer und anderen Werkzeugen zugange. Dem Team aus etwa 40 internationalen Fachleuten schauten dabei rund 1.700 Besucher des Geländes über die Schultern.

Der Bromacker gilt als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des Unterperm weltweit. Dort wurden sowohl versteinerte Fährten als auch zugehörige Skelette früherer Landwirbeltiere entdeckt. Die Funde ermöglichen Rückschlüsse auf die Lebewesen und das Ökosystem, das dort vor rund 294 Millionen Jahren existierte.

Seitdem die Bundesförderung für das Projekt ausgelaufen ist, finanziert es das Land Thüringen.

Quelle: dpa

Regionales