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ThüringenNetzentgelte sinken für Haushalte in Thüringen

17.10.2026, 06:01 Uhr
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Haushalte in Thüringen können sich 2027 über sinkende Preise bei den Netzentgelten freuen. Trotzdem könnte es für sie teurer werden. Besonders eine Gruppe ist betroffen.

Erfurt (dpa/th) - Die Netzentgelte beim Strom und Gas sinken für Haushalte in Thüringen laut einer Berechnung des Vergleichsportals Verivox. Damit gehört der Freistaat 2027 zu den wenigen Bundesländern, in denen Verbraucher weniger zahlen müssen als im Vorjahr.

Wie Verivox weiter mitteilt, sinken für einen Haushalt in Ostdeutschland mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden die Stromnetzentgelte um rund drei Euro auf 386 Euro. Allerdings fällt die Entwicklung regional unterschiedlich aus. In Thüringen werden Haushalte am stärksten entlastet. Hier fallen die Kosten um elf Euro auf 391 Euro. In Sachsen bleibe der Preis hingegen nahezu gleich, in Sachsen-Anhalt falle ein Euro mehr an.

In Westen steigen die Kosten nach Angaben von Verivox im Durchschnitt um zehn Euro auf 445 Euro. Als Grund für die deutschlandweit im Durchschnitt steigenden Preise gibt das Portal einen geringeren Bundeszuschuss an. Regionale Unterschiede kämen unter anderem durch den unterschiedlichen Ausbau der regionalen Stromnetze zustande.

In Ostdeutschland sind die Kosten immer noch höher

Auch bei den Gasnetzentgelten profitieren Verbraucher in Ostdeutschland im Vergleich zum Westen. Für einen Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden steigen die Gebühren 2027 im Durchschnitt um rund sechs Euro. Im Westen müssen Verbraucher mit Mehrkosten von 21 Euro rechnen. Allerdings gibt es auch hier regionale Unterschiede.

In Thüringen zum Beispiel sinken die Kosten sogar, um drei Euro auf 670 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern steigen sie hingegen um rund 20 Euro auf 752 Euro. Damit hat das Bundesland künftig die höchsten Gasnetzentgelte in Deutschland. Ohnehin bleiben die Kosten laut Verivox im Osten höher. Demnach werden hier künftig durchschnittlich 688 Euro brutto pro Jahr allein für die Gasnetznutzung fällig, in Westdeutschland sind es 634 Euro.

Für den Endpreis bei den Heizkosten sind laut Verivox aber die noch stärker steigenden Großhandelspreise wichtiger. Die Großhandelspreise für Gas seien seit Februar 2025 um etwa 140 Prozent gestiegen. Damit könnten sich die Gaspreise um 10 bis 20 Prozent erhöhen. Wer ein Einfamilienhaus habe, müsse mit Mehrkosten von bis zu 500 Euro rechnen, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Erhebung hat Verivox nach eigenen Angaben die vorläufigen Strom- und Gasnetzentgelte für 2027 auf Basis von etwa 80 Prozent aller Haushalte ausgewertet.

Quelle: dpa

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